Der IT-Fachkräftemangel und was IBM i jungen Talenten bieten kann

Was tun, wenn internes IBM i Know-how fehlt?

Bildquelle: VEDA GmbH

Es lässt sich leider nicht leugnen: Vielen Unternehmen fehlt das interne Know-how, um die IBM i langfristig zu betreiben. Ein Grund dafür ist, dass „alte Hasen“ ihren wohlverdienten Ruhestand antreten und der IT-Fachkräftemangel nicht nur hier groß ist. Erfahren Sie, wie man ihn bekämpfen und was IBM i jungen Talenten bieten kann.

Jede Generation nutzt die Technologie, die sie kennt. Das kann übereifrige Administratoren dazu veranlassen, Systeme auszutauschen, die einwandfrei laufen. Aber wer sich auf vorschnelle Alternativen einlässt, kann auch Schiffbruch erleiden. Besser ist es, die jungen Profis für IBM i on Power Systems zu begeistern.

 

Nur wie, wenn diese immer schwerer zu finden sind? Laut dem Branchenverband Bitkom ist die Zahl der offenen IT-Stellen im vergangenen Jahr erstmals auf über 100.000 gestiegen, womit der Fachkräftemangel einen neuen Höchststand erreicht hat. In jedem sechsten Unternehmen bleiben IT-Stellen länger als ein halbes Jahr unbesetzt. Und auch, wenn es für IBM i keine offiziellen Zahlen gibt, ist der Mangel an Experten hier umso spürbarer.

Maximale IT bei minimaler Manpower?

Zumindest lautet die gute Nachricht, dass IBM i im Vergleich zu anderen Systemen weniger Manpower benötigt. Das verdeutlicht eine Umfrage von helpsystems: 76 % der Teams haben zwei oder weniger Admins. Was die Anzahl der Entwickler angeht, beschäftigen 65 % der Organisationen drei oder mehr Personen. Und weil IBM i mit weniger Administratoren verwaltet werden kann, fallen bei vielen Unternehmen auch die Gesamtbetriebskosten niedriger aus.

Bei einer gleichzeitig effektiven IT-Infrastruktur ist das natürlich ein Vorteil – dennoch kann eine zu geringe Anzahl an IBM i-Experten im eigenen Unternehmen kurz- oder langfristig zu Schwierigkeiten führen, wenn diese ihren wohlverdienten Ruhestand antreten.

IBM i bietet eine mehr als solide Grundlage

Die erste Generation von IBM i bzw. AS400 wurde bereits in Unternehmen eingeführt, als die jungen Talente nicht mal geboren waren. Heute ist die Plattform wichtiger denn je: Tief in die unternehmenseigenen Prozesse integriert, laufen essentielle Geschäftsanwendungen darauf. Durch ihre hohe Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit und die bereits erwähnten Betriebskosten bildet IBM i eine mehr als solide Grundlage für die zukünftigen IT-Ambitionen.
Aber woher soll die Begeisterung bei den jungen IT-lern kommen, wenn sie nicht von selbst kommt? Sprich: Wenn die heutigen IBM i-Experten ihr Licht manchmal unter den Scheffel stellen und ihre Leidenschaft für die Plattform nicht an junge Talente weitergeben?

Begeisterung fängt bei Forschung und Lehre an

Gerade RPG-Programmierer sind eine seltene Spezies. Der Mangel fängt schon bei Forschung, Lehre und Ausbildung an, die ja bekanntermaßen von Fördermitteln abhängig sind. Leider investiert IBM hier deutlich weniger als andere Technologie-Riesen wie Microsoft, SAP oder Google. So stößt man bei Informatikstudenten und IT-Jungprofis meist auf ein großes Fragezeichen, wenn man sie auf IBM i, RPG oder Cobol anspricht.

Einerseits sollte IBM selbst dafür sorgen, dass IBM i mit seinen Programmiersprachen wieder verstärkt in den universitären Fokus rückt. Andererseits müssen Unternehmen mit Lehrkörpern in den Austausch gehen und in die eigene Nachwuchsbeschaffung investieren, um neue Talente zu gewinnen.

Skills müssen transferiert werden

Obwohl kleinere IBM i-Unternehmen oft genug über eher geringe IT-Kenntnisse zu neuen Software-Architekturen und Internettechnologien verfügen, werden genau diese Kenntnisse bei jungen Talenten wenig gewürdigt. Dabei sollten die neuen Entwickler in der Lage sein, die bisherigen Bausteine zu verstehen und mit ihren Fähigkeiten sinnvoll weiterzuentwickeln.
Stichwort Modernisierung: Die meisten IBM i-Fachleute wollen mit neuen und aufkommenden Technologien auf der Plattform arbeiten. Es läuft also darauf hinaus, dass es schwierig sein wird, Talente anzuziehen oder zu halten, wenn Unternehmen gar nicht vorhaben, die Plattform zu modernisieren.

Wenn alles nichts hilft, helfen vielleicht Managed Services?

Die digitalen Herausforderungen sind drängender denn je. Und es gibt genug Gründe, warum IBM i weiterhin das System der Zukunft sein soll, um sie zu meistern. Aber viele Unternehmen befinden sich in einem Teufelskreis: Erfahrene Administratoren ziehen sich zurück, wertvolles Expertenwissen geht verloren und neue Fachkräfte fehlen. IBM selbst unterstützt die Nutzung von Managed Services als Möglichkeit, den Verlust von Fachwissen zu überwinden.

Warum auch nicht: Wenn das interne IT-Team von „Standardaufgaben“ entlastet wird, schafft das die Luft zum Atmen, die es für gezielte Talentsuche und -Entwicklung braucht. Mehr dazu haben wir Ihnen in unserem kostenlosen VEDA Whitepaper „Ihr externer IBM i-Experte und 8 Herausforderungen, bei denen ein Managed Service Provider Sie unterstützen kann“ zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen!