Endlich wieder Montag

Ergonomie und Gesundheit – warum Software und Bürostuhl bequem sein müssen

 

In meinem letzten Artikel „People Software – Let’s have Fun“ habe ich den Standpunkt vertreten, dass Anwendung und Benutzer zusammen passen müssen, und dass es unverzichtbar ist, sich mit den Anwendern und dem jeweiligen Kontext, in dem das Produkt genutzt werden soll, auseinanderzusetzen.

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Moderne Benutzer erwarten eine kompromisslos einfache Handhabung von Software. Funktion und Komplexität müssen zwingend einhergehen mit einer alltagstauglichen und überzeugenden Usability.

Aber nicht nur für Software-Hersteller ist Usability-Management ein unverzichtbares Thema. Auch Unternehmen können sich die positiven Aspekte des Usability-Managements zu Nutze machen. Ohne Informationstechnologie kommen wir in der Arbeitswelt nicht mehr aus. Jeder von uns ist mehr oder weniger damit konfrontiert. Je mehr wir im Arbeitsalltag Belastungen und Beanspruchungen ausgesetzt sind, desto wichtiger ist es, dass diese nicht auch noch durch die IT-Systeme, die wir einsetzen, forciert werden. Denn „unkomfortable“ Software frustriert und führt dazu, dass Arbeit, die eigentlich Spaß macht, nervt. Daraus folgt, Usability und User Experience betreffen uns alle. Egal, in welchem Umfeld Informationstechnologie genutzt wird – sie muss sich gut anfühlen. Und was sich gut anfühlt, leistet einen Beitrag zu Wohlbefinden, Gesundheit und damit letztlich auch zur Produktivität am Arbeitsplatz. Nicht nur Bürostuhl und Beleuchtung müssen passen, auch die Software mit der wir arbeiten, muss „bequem“ sein.

Usability hilft bei der Minimierung von Beanspruchungen

Studien weisen mittlerweile nach, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der ergonomischen Qualität von Software und kurz- sowie langfristigen Beanspruchungsfolgen von Benutzern gibt. Eine schlechte Ergonomie beinhaltet ein höheres Risiko für hohe Irritationswerte wie bspw. Gereiztheit und „Nicht-Abschalten-Können“. Benutzer von Software mit einer als ergonomisch hoch bewerteten Qualität dagegen, wiesen viel weniger psychosomatische Beschwerden auf wie z.B. Kopfschmerzen, Konzentrations- oder Schlafstörungen.

Effiziente und effektive Ressourcennutzung

Software mit einer hohen Usability ist genau auf bestimmte Aufgabenziele zugeschnitten und unterstützt den Benutzer optimal bei der täglichen Arbeit. So ist er  in der Lage, auftretende Probleme besser zu lösen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln, die helfen, mit negativen Belastungen besser umzugehen.

Negative Aspekte von Belastungen können verringert werden

Körperlichen Belastungen wie bspw. das Mausarmsyndrom können durch eine gebrauchstauglich gestaltete Software reduziert werden. Intuitive Bedienbarkeit, gute Lesbarkeit und eine optimale Datenaufbereitung passend zur jeweiligen Aufgabe helfen Benutzern, ihre Tätigkeiten einfacher, entspannter und automatisiert zu erledigen.

Steigerung der Produktivität

Dies führt schließlich zu einer Reduktion teurer Fehler. Fallen Benutzer weniger aus, verringern sich Fehlzeiten, was wiederum zu einer Produktivitätssteigerung führt. Darüber hinaus wirken sich zufriedene Mitarbeitende positiv auf das Betriebsklima aus. Damit diese positiven Aspekte wirksam werden ist die frühzeitige Einbeziehung der Benutzer erforderlich – egal, ob bei der Entwicklung von Software oder der Einführung von Lösungen in Unternehmen. So leistet Usability einen Beitrag zum Wohlbefinden, zur Zufriedenheit und damit zur Gesundheit im Unternehmen und hilft, die Produktivität am Arbeitsplatz zu steigern. Dann ist es auch egal ob es Montag oder schon wieder Freitag ist.