IBM i 7.4 und seine Highlights

Neuer Release: IBM i 7.4 und seine Highlight-Features.

 

Nach langer und harter Arbeit ist es soweit: Seit dem 21. Juni 2019 steht das neue IBM i 7.4 Release für User der POWER8- und POWER9-Prozessortechnologie zur Verfügung. Mit Highlights wie unter anderem Db2 Mirror for i und SMBv3 für Netserver. Weitere Verbesserungen, technische Details und warum IBM i 7.4 eine solide Basis für zukünftige Innovationen ist, verraten wir Ihnen hier.

 

IBM i 7.4 und seine Highlights

Bildquelle: © IBM

Mit IBM i 7.4 integriert Big Blue eine Vielzahl von Verbesserungen in alle Bereiche des IBM i-Portfolios: Vom Basisbetriebssystem über Db2 for i, die Anwendungsentwicklung, Sicherheit, Systemverwaltung und Vernetzung bis hin zur Verfügbarkeit. Dank neuer Technologien für Artificial Intelligence (AI) oder das Internet of Things (IoT) bildet das neue Release eine solide Basis für innovative und sichere Businessanwendungen, die gerade im Zuge der steigenden Digitalisierung immer wichtiger werden.

Highlights des neuen IBM i 7.4 Releases auf einen Blick:

Hochverfügbarkeit durch Db2 Mirror for i

Ausfallzeiten adieu: Db2 Mirror for i ist eine brandneue Technologie, die Db2 for i zwischen zwei Plattformen in Echtzeit und vollständig synchronisiert. Dabei speichert Db2 Mirror eine Kopie der Db2-Datenbank auf zwei verschiedenen physischen Servern und nimmt für beide Updates auf, sobald ein Schreibvorgang eingeleitet wird. Im Ergebnis bedeutet das eine erhöhte Verfügbarkeit durch eine echte Aktiv-Aktiv-Instanz einer einzelnen Datenbank.

Dabei sind beide Instanzen identisch, obwohl sie auf zwei physisch getrennten Servern liegen. Wenn Sie auf einen schreiben, schreiben Sie mit Db2 Mirror synchron auf beide. Und da die Datenbank als Middleware in das Betriebssystem IBM i integriert ist, lässt sich so ziemlich alles replizieren: So können Sie Benutzer, Berechtigungen und Bibliotheken für beide Plattformen erstellen, Programme für beide kompilieren sowie auch Datenbereiche für beide aktualisieren.

SMBv3 für Netserver – ein Protokoll für alle Zwecke

Das neue Protokoll, das sowohl SMBv1 als auch SMBv2 ersetzt, hat viele Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern erfahren. IBM hat viel Arbeit investiert, um sicherzustellen, dass SMBv3 bei der Zuordnung von Netzlaufwerken vom Windows-, MAC- und Linux-Client möglichst leistungsstark und sicher ist.

Gerade im Zusammenspiel mit aktuellen Windows-Versionen (Windows Server 2016 und 2019, Windows 10 etc.) bietet SMBv3 Vorteile, da hier der Support für SMBv1 und v2 standardmäßig nicht mehr aktiviert ist und somit Probleme mit älteren Systemen Schnee von gestern sind.

TLSv1.3 für sicheren Netzwerkverkehr

Im Zeitalter der GDPR und der Notwendigkeit einiger Unternehmen, die PCI-DSS-Anforderungen zu erfüllen, ist TLSv1.3 insbesondere für den E-Commerce ein wichtiges Protokoll zur Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs.

Deutlich schneller (gegenüber TLSv1.2 ist die Verschlüsselungslatenz halbiert) als die Vorgängerversionen verzichtet es auf veraltete Funktionen wie MD5-Hashing sowie AES-CBC, was die Sicherheit exponentiell erhöht.

Verfolgung der eingereichten Aufträge

Dadurch, dass IBM i 7.4 zwei neue Exit-Points mit sich bringt, vereinfacht das neue Release das Leben eines Systemadministrators enorm.

So ruft QIBM_QWT_SBMJOB während SBMJOB ein Exit-Programm auf, bevor der Job in die Warteschlange gestellt wird. QIBM_QWT_CHGJOB ruft hingegen ein Exit-Programm auf, wenn der Befehl CHGJOB oder die API verwendet wird, um einen Job in einer Warteschlange zu ändern.

Die QHST-Funktionalität wurde ebenfalls erweitert: Der Systemauftrag QHST wird jetzt automatisch am IPL gestartet, um die Nachrichtenprotokollierung im Verlaufsprotokoll durchzuführen und die Verfügbarkeit des Systems zu verbessern. In früheren Releases wurde diese Funktion im SCPF-Job ausgeführt.

Mehr Prozessor-Threads und Kapazität pro Partition

Big Data lässt grüßen. Und als Reaktion wurde mit dem Release 7.4 auch die maximale Kapazität pro Partition erhöht. Das alte Maximum von 4.094 Festplatten mit jeweils bis zu 4 TB hat IBM nun auf bis zu 9.998 Festplatten mit jeweils bis zu 16 TB gesteigert. Aber nicht nur das: Auch die maximale Anzahl der nutzbaren Threads wurde mit IBM i 7.4 pro Partition auf bis zu 1.536 verdoppelt.

Zahlreiche neue IBM i Services und Open Source-Applikationen

Mit dem IBM i Release 7.4 sind auch eine Vielzahl neuer Services mit an Bord – z. B. lassen sich jetzt effektiv und einfach Nachrichtenwarteschlangen abfragen. Hinzu kommen jede Menge neue Open Source-Tools und Sprachen wie unter anderem VIM für die Unix/Linux-User, der interessant benannte „Midnight Commander“ für die Sysadmins und für den Developer Node.JS v10, Verbesserungen für RPG und COBOL wie auch eine neue Version der IBM i-Sprache, die aktuell auf den Namen R hört. Letztere soll ideal für die Datenanalyse, Statistisches Rechnen, Data Mining und Big Data sein – in den Top-Programmiersprachen des Jahres 2018 belegte sie jedenfalls einen stolzen 7. Platz. 

Aufgrund der großen Masse an Neuerungen können wir Ihnen hier lediglich die Highlight-Features der neuen IBM i Version 7.4 vorstellen. Umfassende technische Details zu den mit IBM i 7.4 ausgelieferten Erweiterungen erhalten Sie unter der IBM i 7.4 Übersicht im IBM Knowledge Center auf einen Blick.

Zeit für Zukunft: Die IBM i Roadmap sieht rosig aus

Zeitgleich zur Veröffentlichung von IBM i 7.4 wurde damals auch ein neuer Technology Refresh (TR) für IBM i 7.3, der TR6, angekündigt. Dieser steht Anwendern bereits seit dem 10. Mai 2019 zur Verfügung. Für die Version IBM i 7.2 wird es keine neuen Verbesserungen und Funktionen mehr geben. Sprich: Der TR 9 vom 14. September 2018 ist für dieses Release die finale Version.

Für den seit dem 21. Juni 2019 veröffentlichten Release 7.4 setzt sich die Roadmap bis ins Jahr 2032 und auch darüber hinaus fort. So hat es zumindest Steve Will, der Chefarchitekt des IBM i-Betriebssystems, verlauten lassen. Eine großartige Nachricht für alle, die weiter auf das leistungsstarke, bewährte und sichere Betriebssystem von IBM i setzen.

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