Kundennähe ist King

#NextChampions.

 

500 Gäste diskutierten im Phantasialand über Erfolgsmuster für Hidden Champions.

 

Bildquelle: © Nathalie Herper

Es ging um HR, New Work, Marketing & CRM sowie Digital & Cybersecurity. Passend dazu waren den ganzen Tag Stormtrooper auf dem Gelände unterwegs – aber ganz friedlich: jeder durfte seine Selfies machen und endlich mal mit Darth Vader zusammen posen.

Wie war es denn so?

Beeindruckt war ich von der Offenheit, mit der Andreas Pinkwart (Wirtschaftsminister NRW) in seiner Eröffnungsrede erklärte, dass gerade auch die Verwaltung in Deutschland in den letzten 10 Jahren gefühlt keinen Meter weitergekommen sei. Der Beifall aus dem Publikum war hier natürlich extrem groß. Abends schloss Thomas Sattelberger dann mit einer Idee ab, wie auch in Deutschland sogenannte Digital Cluster entstehen könnten. Sprich: regionale Zentren, in denen die dort ansässigen Unternehmen sich als Netzwerke verstehen und sich austauschen, obwohl oder gerade weil sie artverwandte Themen vorantreiben wollen. So macht man es im Silicon Valley – warum also nicht im Raum Göttingen?
Andererseits: warum sollte Göttingen eine solche MINT-Region werden? MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Warum sollten Gründer sich dort ansiedeln? Warum die dortigen Schulen deutlich in Richtung MINT gehen? Warum sollte ein top bezahlter Ingenieur aus München nach Göttingen wechseln? Alles drängende Fragen, die rasch gelöst werden müssten - ansonsten ist der Zug für Deutschland abgefahren.

Und hinter den Kulissen?

Neben den zahlreichen Vorträgen profitiert die Veranstaltung „NextChampions“ insbesondere von einem Faktor: Menschen, die sich über die Social Media miteinander austauschen, sehen sich zum Teil endlich einmal persönlich. Das fördert nochmals das gegenseitige Verständnis und die Qualität der kommenden Social Media-Dialoge untereinander.

Ich hatte ja die Gelegenheit, vor ca. 40 Teilnehmern einen Impulsvortrag zu setzen. Dabei konnten unsere Zahlen belegen, dass wir bei VEDA erfolgreicher sind, seitdem wir die Disziplinen Sales und Marketing in einem System/Team vereinen konnten. Persönlich dachte ich, dass sich im Anschluss daran ein total lebendiger Austausch der Marketiers untereinander entwickeln würde. Passierte aber nicht so richtig. Vielleicht lag es auch an der späten Uhrzeit oder dem Biorhythmus?

Nach der Session wiederum hatte ich mehrere längere Gespräche, in der wir unsere Erfahrungen aus den jeweiligen Unternehmen miteinander austauschten. Dabei ging es oft um die Frage der Zusammenarbeit zwischen Sales, Marketing und dem Produktmanagement. Oder auch, warum wir uns bei VEDA für Salesforce und Pardot entschieden hatten. Wiederum interessant für mich war zu hören, wie spinnefeind sich in größeren Unternehmen die Disziplinen teilweise gegenüber stehen. Da hört man noch viel von gegenseitigen Vorwürfen und Anschuldigungen. Aus meiner Erfahrung bei VEDA bin ich schon stolz darauf, dass wir diese Phase bereits überwunden haben.

Für uns ist die Kundennähe wichtiger als der gegenseitige Wettbewerb, ob nun Sales wichtiger ist als Marketing oder als Produktmanagement oder Support. Und trotzdem ist man ja nie wirklich zufrieden, weil wir immer noch mehr Features oder bessere Oberflächen in unserer Software realisieren möchten. Letztendlich macht uns ein Umgang auf Augenhöhe miteinander auch effizienter, damit am Ende der Kunde gewinnt und nicht vermeintlicher Weise irgendeine Abteilung im Unternehmen. Denn dann hat niemand gewonnen.