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SAP HR Alternative: Welche Optionen Unternehmen nach SAP HCM haben

Wie das Peter Prinzip die Leistung in Unternehmen beeinflusst und wie HR-Abteilungen dagegensteuern können

Viele Unternehmen stehen aktuell vor einer strategischen Grundsatzentscheidung. Lange war SAP HCM das zentrale System für Personalprozesse. Mit Bekanntgabe der Abkündigung der klassischen SAP HR Systemlandschaft entsteht jedoch ein klarer Handlungsdruck für Organisationen.

Die Frage lautet deshalb nicht mehr, ob sich HR-Systeme verändern werden, sondern wie Unternehmen ihre zukünftige HR-Systemstrategie gestalten sollten. Gleichzeitig hat sich die Rolle von HR in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Personalarbeit ist längst nicht mehr ausschließlich administrativ geprägt, sondern übernimmt zunehmend strategische Aufgaben und hat inzwischen einen sehr hohen Stellenwert für Unternehmen.

Deshalb reicht es heute nicht aus, lediglich ein bestehendes System technisch zu ersetzen. Vielmehr nutzen viele Organisationen diese Situation bewusst als Chance, ihre gesamte HR-IT-Landschaft neu zu denken. Moderne HR-Technologie soll Prozesse automatisieren, Mitarbeitende einbinden und Führungskräfte mit relevanten Daten unterstützen.

Dieser Beitrag zeigt konkret, welche strategischen Optionen Unternehmen nach der SAP HCM Abkündigung haben und worauf sie bei der Auswahl einer passenden HR-Lösung achten sollten.

Die SAP HCM Abkündigung verändert HR-IT-Landschaften

Die Entscheidung von SAP, klassische ERP-Landschaften schrittweise abzulösen, hat große Auswirkungen auf die HR-IT vieler Unternehmen. Systeme wie SAP HCM waren über viele Jahre hinweg ein stabiler Bestandteil der Unternehmenssoftware.

In zahlreichen Organisationen wurden damit zentrale Prozesse wie Personaladministration, Zeitwirtschaft und Entgeltabrechnung abgebildet. Diese Systeme waren eng mit anderen Unternehmensbereichen verbunden und ermöglichten eine integrierte Datenverarbeitung.

Mit der Abkündigung dieser Systemlandschaft entsteht nun jedoch ein klarer Transformationsprozess. Unternehmen müssen entscheiden, wie ihre HR-Systeme in Zukunft aufgebaut sein sollen.

Dabei geht es nicht nur um eine technische Migration. Vielmehr stellt sich die Frage, welche Rolle HR-Systeme künftig im Unternehmen spielen sollen und welche Technologien diese Anforderungen am besten unterstützen.

Warum klassische ERP-HR-Systeme heute an Grenzen stoßen

Die ursprüngliche Architektur vieler ERP-Systeme wurde in einer Zeit entwickelt, in der HR vor allem administrative Aufgaben erfüllte. Systeme waren daher primär darauf ausgelegt, Personalstammdaten zu verwalten und Abrechnungsprozesse abzubilden.

Heute sind die Anforderungen an HR jedoch deutlich komplexer. Unternehmen erwarten von modernen HR-Systemen unter anderem:

  • digitale Selfservices für Mitarbeitende
  • intuitive Benutzeroberflächen
  • mobile Nutzung
  • datenbasierte Entscheidungen
  • flexible Anpassung von HR-Prozessen

Viele klassische ERP-Systeme können diese Anforderungen nur eingeschränkt erfüllen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Mitarbeitenden an digitale Services im Unternehmen.

Deshalb sollten Unternehmen prüfen, ob eine spezialisierte HR Software besser zu ihren Anforderungen passt.

Cloudbasierte HR Suites als neuer Standard

In der modernen HR-IT gilt eine integrierte Cloudlösung inzwischen als State of the Art. Solche Lösungen werden häufig als HR Suite bezeichnet.

Eine HR Suite bildet sämtliche zentralen HR-Prozesse innerhalb einer Plattform ab. Dazu gehören beispielsweise:

  • Personaladministration
  • Entgeltabrechnung
  • Zeitwirtschaft
  • Talentmanagement
  • Recruiting
  • Weiterbildung
  • People Analytics

Der entscheidende Vorteil cloudbasierter HR Suites liegt in ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Anbieter stellen regelmäßig neue Funktionen bereit, wodurch Unternehmen stets auf aktuelle Technologien zugreifen können.

Darüber hinaus bieten Cloudlösungen zahlreiche organisatorische Vorteile. Unternehmen müssen keine eigene Infrastruktur betreiben und können HR-Systeme deutlich schneller implementieren.

Auch aus Sicht der Nutzerfreundlichkeit haben sich moderne HR Suites stark weiterentwickelt. Intuitive Benutzeroberflächen und Selfservice-Funktionen ermöglichen es Mitarbeitenden und Führungskräften, viele HR-Prozesse eigenständig zu erledigen.

Damit unterstützt eine moderne HR Suite nicht nur administrative Abläufe, sondern verbessert auch die Employee Experience innerhalb eines Unternehmens.

Warum offene Schnittstellen für moderne HR-Architekturen entscheidend sind

Neben der Wahl einer passenden HR-Plattform spielt ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle: die Integrationsfähigkeit der Systeme.

Moderne Unternehmenssoftware funktioniert heute selten als monolithische Lösung. Stattdessen entsteht eine modulare Systemlandschaft, in der verschiedene spezialisierte Anwendungen miteinander kommunizieren.

Offene Schnittstellen – häufig über APIs realisiert – ermöglichen genau diese Integration. Sie erlauben es Unternehmen, zusätzliche Systeme flexibel anzubinden.

Typische Integrationen betreffen beispielsweise:

  • ERP-Systeme
  • Finanzsoftware

Dadurch entsteht eine flexible HR-Architektur, die sich an individuelle Anforderungen eines Unternehmens anpassen lässt.

Offene Schnittstellen sind deshalb ein zentraler Bestandteil moderner HR-Systemstrategien. Sie ermöglichen es Organisationen, ihre Systemlandschaft schrittweise weiterzuentwickeln, ohne komplette Plattformen austauschen zu müssen.

Drei realistische Strategien für Unternehmen nach SAP HCM

Unternehmen, die heute eine SAP HR Alternative prüfen, verfolgen in der Praxis meist eine von drei strategischen Richtungen. Allerdings unterscheiden sich diese Ansätze deutlich darin, wie nachhaltig sie eine moderne HR-Systemlandschaft unterstützen.

1. Migration in eine Cloud HR Suite

Viele Organisationen entscheiden sich für den vollständigen Wechsel in eine integrierte Cloud HR Suite. Dieser Ansatz gilt heute in vielen Unternehmen als State of the Art.

Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass sämtliche zentralen HR Prozesse innerhalb einer Plattform abgebildet werden. Personaladministration, Entgeltabrechnung, Zeitwirtschaft, People Analytics sowie Talentprozesse greifen direkt auf eine gemeinsame Datenbasis zu.

Dadurch entstehen mehrere Vorteile:

  • HR Daten werden nur einmal erfasst
  • alle HR Prozesse greifen auf dieselben Stammdaten zu
  • Datenqualität und Konsistenz steigen deutlich
  • Reporting und Analysen werden erheblich einfacher

Besonders im Kontext von People Analytics spielt diese zentrale Datenbasis eine entscheidende Rolle. Moderne HR-Abteilungen treffen zunehmend datenbasierte Entscheidungen – beispielsweise bei Personalplanung, Fluktuationsanalysen oder Kompetenzentwicklung.

Je fragmentierter eine Systemlandschaft ist, desto schwieriger wird es, solche Analysen zuverlässig zu erstellen. Eine integrierte HR Suite ermöglicht dagegen einen zentralen Zugriff auf sämtliche HR-Daten und schafft damit die Grundlage für fundierte strategische Entscheidungen.

Aus diesem Grund setzen viele Unternehmen auf Lösungen, die HR-Digitalisierung möglichst aus einer Hand abbilden.

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2. Schrittweise Transformation der HR-Systemlandschaft

Einige Unternehmen verfolgen einen evolutionären Ansatz. Dabei werden bestehende HR-Systeme zunächst stabil weiterbetrieben, während parallel neue Komponenten eingeführt werden.

Beispielsweise kann eine moderne HR Suite zunächst für Talentmanagement oder Recruiting eingeführt werden, während andere Prozesse weiterhin im bestehenden System laufen.

Dieser Ansatz reduziert kurzfristige Transformationsrisiken und ermöglicht eine schrittweise Modernisierung der HR-IT. Langfristig entsteht jedoch häufig ebenfalls eine integrierte Plattformstrategie.

3. Best-of-Breed-Strategie

Eine weitere Option besteht darin, mehrere spezialisierte HR-Systeme miteinander zu kombinieren. Dieser Ansatz wird häufig als Best-of-Breed bezeichnet.

Dabei wählen Unternehmen unterschiedliche Lösungen für einzelne HR-Bereiche wie Payroll, Zeitwirtschaft oder Talentmanagement aus.

Auf den ersten Blick wirkt diese Strategie flexibel, da für jeden Funktionsbereich ein spezialisiertes System eingesetzt werden kann. In der Praxis entstehen jedoch häufig mehrere Herausforderungen.

Zum einen müssen verschiedene Systeme technisch miteinander integriert werden. Dadurch steigt der Aufwand für Schnittstellen, Datenpflege und Systembetrieb.

Zum anderen entstehen häufig sogenannte Datensilos. HR-Daten liegen in unterschiedlichen Systemen vor und müssen für Auswertungen erst zusammengeführt werden.

Gerade im Kontext von People Analytics kann dies zu erheblichen Problemen führen. Wenn Daten aus mehreren Systemen konsolidiert werden müssen, sinkt die Datenqualität und Analysen werden deutlich komplexer.

Deshalb setzen viele Unternehmen heute bewusst auf eine integrierte HR Suite statt auf eine fragmentierte Best-of-Breed-Landschaft. Eine zentrale Plattform reduziert Integrationsaufwand, vermeidet Streuverluste bei Daten und ermöglicht eine konsistente HR-Datenbasis.

Wie Unternehmen eine nachhaltige HR-Systemstrategie entwickeln

Die Auswahl einer HR Software sollte niemals ausschließlich technologiegetrieben erfolgen. Stattdessen empfiehlt sich ein strukturierter Strategieprozess.

Zunächst sollten Unternehmen analysieren, welche Rolle HR im eigenen Unternehmen künftig spielen soll. Soll HR vor allem administrative Aufgaben effizient abwickeln oder stärker strategische Funktionen übernehmen?

Darauf aufbauend lassen sich zentrale Anforderungen an eine zukünftige HR-Systemlandschaft definieren.

Typische Fragen sind beispielsweise:

  • Welche HR-Prozesse sollen digitalisiert werden?
  • Wie stark sollen Mitarbeitende Selfservices nutzen?
  • Welche Systeme müssen integriert werden?
  • Welche internationalen Anforderungen bestehen?

Erst auf dieser Grundlage sollte die Auswahl einer konkreten HR-Lösung erfolgen.

Eine klare HR-Systemstrategie hilft Unternehmen deshalb dabei, technologische Entscheidungen langfristig konsistent zu treffen.

Fazit

Die Abkündigung des klassischen SAP HCM Systems markiert einen wichtigen Wendepunkt für viele Unternehmen. Gleichzeitig bietet dieser Transformationsprozess eine große Chance, die eigene HR-Systemlandschaft grundlegend zu modernisieren.

Moderne Cloud HR Suites gelten heute als technologischer Standard für viele Unternehmen und Organisationen. Gleichzeitig ermöglichen offene Schnittstellen flexible HR-Architekturen, die sich an individuelle Anforderungen anpassen lassen.

Unternehmen sollten die Auswahl einer Alternative zu SAP deshalb nicht nur als IT-Projekt betrachten. Vielmehr geht es um eine strategische Entscheidung darüber, wie Personalarbeit künftig digital unterstützt werden soll.

Organisationen, die ihre HR-Systemstrategie frühzeitig definieren, können diesen Wandel aktiv gestalten und gleichzeitig die Grundlage für moderne, digitale Personalarbeit schaffen.

FAQ

Warum müssen sich Unternehmen mit einer SAP HR Alternative beschäftigen?

Die Wartung für das SAP HCM System wird am 31.12.2027 beendet. Deshalb müssen Unternehmen entscheiden, wie ihre zukünftige HR-Systemlandschaft aufgebaut sein soll.

Ja. Viele Unternehmen setzen heute auf cloudbasierte HR Suites, da sie regelmäßig aktualisiert werden, flexibel skalierbar sind und moderne HR-Prozesse unterstützen.

Offene Schnittstellen ermöglichen es, verschiedene Systeme miteinander zu verbinden. Dadurch entsteht eine flexible HR-IT-Landschaft, die sich an unternehmensspezifische Anforderungen anpassen lässt.

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