A1-Bescheinigung - Ja! Nein?! Vielleicht?

A1 Es wird konkreter

Es wird konkreter!

Nachdem die Diskussion über den Entfall der A1-Bescheinigungen bei kurzfristigen Dienstreisen erstmal beendet wurde und klargestellt wurde, dass A1-Bescheinigungen definitiv erst einmal weiterhin auch bei kurzfristigen Dienstreisen erstellt werden müssen, äußert sich nun das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in einer Stellungnahme zur Handhabung der A1-Bescheinigung bei kurzzeitigen und kurzfristigen Tätigkeiten im EU-Ausland, den EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen sowie der Schweiz.

Durch diese Stellungnahme wird die Handhabung der A1-Anträge in der Praxis deutlich konkretisiert und für viele Dienstreisen auch vereinfacht. Hurra!

Grundsätzlich gilt, dass A1-Bescheinigungen im Voraus zu beantragen sind. Allerdings ist eine nachträgliche Erteilung der A1-Bescheinigung auch durchaus möglich. Bei unregelmäßigen kurzfristig anberaumten oder kurzzeitigen Geschäftsreisen kann es also durchaus zweckmäßig sein auf einen A1-Antrag zu verzichten. Es kann also nicht von einer generellen Mitführungspflicht der A1-Bescheinigung gesprochen werden.

Dies bedeutet also, dass die A1-Bescheinigung bei kurzzeitigen und kurzfristigen Tätigkeiten im europäischen Wirtschaftsraum auch im Nachhinein noch erstellt und seitens der genehmigenden Stellen auch genehmigt werden kann. Dies gilt insbesondere für Tagungen, Meetings, Messebesuche oder Fortbildungen.

Dies führt natürlich zu einer deutlichen Vereinfachung und Arbeitsreduzierung für die Arbeitgeber. Denn ab dem 01.01.2019 muss der A1-Antrag elektronisch über das Entgeltabrechnungssystem abgegeben werden. Und gerade bei kurzfristigen Entsendungen ist es natürlich recht schwierig den internen Informationsprozess so zu organisieren, dass die Abrechnungsstelle im Unternehmen auch rechtzeitig einen Antrag stellen kann.  

Damit es allerdings nicht zu einfach wird sollte man zwingend die nationalen Vorschriften des Landes, in das die Mitarbeiter entsendet werden, beachten. Zum Beispiel schreiben Österreich und Frankreich eine Beantragung der A1-Bescheinigung vor dem Beginn der Entsendung vor. Gerade bei Entsendungen in diese Länder ist ein Verzicht auf die A1-Bescheinigung definitiv nicht zu empfehlen.

Es bleibt den Personalern zukünftig bereits einiges an Arbeit erspart, sodass beim Thema Reise nicht nur die Dienstreise, sondern vielleicht auch die Urlaubsreise mal in den Kopf kommt. Das Wetter lädt zumindest dazu ein!

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