Authentisches Bewerbungsfoto – Let me take a SELFIE

Qualität trotz Einfachheit im Bewerbungsprozess– nicht nur seitens der Unternehmen

Selfie Das Lied #SELFIE von The Chainsmokers brachte mich kürzlich zum Lachen. Es spiegelt meiner Meinung nach, wenn auch etwas übertrieben, den neuen Trend in der privaten Nutzung von Social Media wider. Alles was man erlebt, passiert unter dem Motto „But first – let me take a Selfie“ und dieses teilt man mit den Freunden. Fragen Sie sich doch einmal selbst: Wann haben Sie das letzte Selfie von Freunden gesehen, oder sogar selbst eins gemacht und auf einer Social Media Plattform hochgeladen? Vielleicht fühlt sich der ein oder andere jetzt ein bisschen ertappt. ;) Passend zum Thema habe ich  auch einen Blogartikel von Talents Connect „Feature-Friday: Selfie mit Talents Connect“ gelesen. Bei Talents Connect können Bewerbungsfotos mit dem Handy gemacht und direkt bei der Plattform hochgeladen werden.

Selfie als Bewerbungsfoto Ich meine, wenn man die Bewerbersicht betrachtet, ist das #BewerbungsFotoVonMorgen sehr komfortabel: Es fallen keine Kosten an, der Aufwand zu einem professionellen Fotografen zu gehen, entfällt, man ist nicht mehr an Ort und Zeit gebunden – kurz gesagt: Einfacher und bequemer geht es für Bewerber nicht! Und außerdem stellt man sich doch mit einem Selfie so dar, wie man wirklich ist. Authentisches Auftreten auf den ersten Blick… Spricht das alles nicht für das Selfie? Und auch Arbeitgeber müssen heute aufgrund des Fachkräftemangels, des demografischen Wandels etc. Werbung für sich machen. Die guten Bewerber können sich heute die Unternehmen aussuchen und nicht umgekehrt – also warum machen wir es den Bewerbern nicht so einfache wie möglich?! In meinem beruflichen Alltag im Recruiting ist mir tatsächlich schon das ein oder andere Selfie in die Hände gerutscht. Doch fand ich den Bewerber damit für uns passend – oder vielleicht eben gerade nicht? Geben und Nehmen – Einfachheit und Qualität Dazu kann ich nur sagen, egal wie wichtig ein möglichst einfacher Recruitingprozess ist, behält folgende Aussage trotzdem Gültigkeit: „Der erste Eindruck zählt, und trägt einen wesentlichen Teil zum Gesamtbild bei“. Trotz der vielen unbesetzten Stellen in vielen Unternehmen, ist und bleibt das Bewerbungsverfahren ein Geben und Nehmen. Bewerber müssen sich beim Unternehmen bewerben, „in Szene setzen“, sich von Mitbewerbern unterscheiden. Gleichermaßen müssen Unternehmen, eine attraktive Employerbrand besitzen und diese nach Innen und Außen authentisch präsentieren, und sich damit auch beim Kandidaten „bewerben“. Die seit Generationen „gepflegte“ Bewerbungsmappe befindet sich zwar im Wandel von der Papierform zur elektronischen Form, oder zur Aufsplittung in Bewerbungsmasken bei Online-Bewerbungen, doch bleiben die Inhalte die Gleichen. (Einen interessanten Artikel zu den Interpretationsformen von Bewerbungsmappen finden Sie übrigens in der Kolumne von Prof. Dr. Uwe P. Kanning „Bewerbungsunterlagen: Wenn die Verpackung wichtiger ist als der Inhalt.) Wie auch schon meine Kollegin Julia in ihrem Artikel „Megatrend New Work – Die heimliche Revolution der Generation Y“ gebloggt hat, steht fest, dass die Generation Y und auch alle nachfolgenden, jüngeren Generationen die Arbeitswelt verändern und eine zielgruppenspezifische Ansprache fordern. Bei erfolgreichem Employer Branding und einer zielgruppenspezifischen Ansprache bekommen die gelebten Unternehmenswerte eine hohe Wichtigkeit, denn diese gilt es nach Außen zu tragen. „Werte steuern das gesamte Verhalten eines Unternehmens (und aller Mitarbeiter). Nicht nur die internen Prozesse sind davon betroffen, sondern auch der Umgang mit Bewerbern und Interessenten“ beschreibt es meine Kollegin Kathinka in Ihrem Artikel treffend. Es gibt eine Vielzahl von Werten, die in den Unternehmen unterschiedlich gewichtet sind, aber genau so, nämlich von Werten gesteuert, sollten meiner Meinung nach Bewerber sich bei Unternehmen vorstellen. Früher zeigte man Respekt durch eine ansprechende und gepflegte Bewerbungsmappe. Wie aber hat sich das Blatt heute gewendet? Meiner Meinung nach gar nicht! Die Bewerbung, in welcher Form sei dahin gestellt, ist immer noch der erste bleibende Eindruck –und muss entsprechend qualitativ hochwertig aufbereitet sein. Was sich jedoch verändert, sind die Darstellungsmöglichkeiten der Bewerber - inklusive der Nutzung von Social Media Plattformen wie XING, LinkedIN, Facebook etc.. Was meine Sie? Sind Sie meiner Meinung oder muss ich mein Denken in eine andere Richtung lenken? Bildquelle: © Ivan Kruk – Fotolia.com

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