Die Führungskraft 4.0 muss Talent-Entwickler sein

Die Führungskraft muss Talententwickler sein

Es ist wichtig, Talente und Kompetenzen zu verbinden und fördern

Ein Gastbeitrag von Christoph Hauke:

Die erfolgreiche Realisierung von Industrie 4.0 und digitaler Arbeitswelt erfordert eine Veränderung der Führungskultur und der Führungspraxis hin zu einer Führung 4.0. Für mich steht dabei fest: Der Erfolg der Umsetzung hängt mindestens zur Hälfte vom veränderten Führungsverhalten ab. Auf die Fähigkeiten und den Willen der Führungskräfte 4.0 wird es also besonders ankommen. Eine wesentliche Fähigkeit wird sein, die neue Rolle als Talent-Entwickler wahrzunehmen.

Laut einer US-Studie geben bis zu 70 Prozent der Mitarbeiter an, dass ihre Kenntnisse und Fähigkeiten nicht in vollem Umfang abgerufen werden. Auch wenn es hierzulande möglicherweise weniger sind: Es ist eine Schande – für Unternehmen und Mitarbeiter! Unternehmen nutzen die Kompetenzen der Mitarbeiter nicht, die sie sowieso bezahlen, und verschenken dadurch leichtfertig Business-Vorteile. Mitarbeiter können ihre besonderen Talente nicht einsetzen und werden sicherlich über einen Wechsel nachdenken.

Dazu kommt, dass das zunehmende, altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern und der Mangel an Nachwuchskräften eine stärkere Erkennung, Förderung und Nutzung aller Mitarbeitertalente im Unternehmen erfordert. Die Zeiten in denen Mitarbeiter als „Kosten auf zwei Beinen“ gesehen wurden sind endgültig vorbei. Exzellente Führungskräfte kennen die drei besonderen Talente ihrer Mitarbeiter und ermöglichen ihnen fachlich und persönlich zu wachsen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, eine abteilungsübergreifende Transparenz über die Talente im Unternehmen zu ermöglichen. Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine professionelle IT.

Einige Unternehmen nutzen freiwillige Kompetenz-Datenbanken, in denen die Mitarbeiter ihre besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten selbst eintragen können. Die Ergebnisse sind oftmals verblüffend. Führungskräfte und Personalmanager sind erstaunt, welche Talente sie an Bord haben von denen sie bisher nichts wussten. So konnten z.B. schon Mitarbeiter für die Geschäftsanbahnung im Ausland, für die Entwicklung neuer Produkte oder als Referenten für Fachtrainings eingesetzt werden.

Gerade in Zeiten, in denen materielle Anreize immer weniger ziehen, können Führungskräfte Mitarbeiter gewinnen und binden, wenn sie sich mehr um die Förderung und Nutzung der Talente und Kompetenzen kümmern. Je besser Mitarbeiter ihre Talente einsetzen können, umso höher wird das Engagement und der Erfolg sein – auch und insbesondere für das Unternehmen. Eine Führungskraft 4.0 muss daher ein Talent-Entwickler sein. Zwingend.  


Christoph HaukeChristoph Hauke ist Führungs-Experte, Impulsgeber, Ratgeber und Macher. Er sorgt mit Führung 4.0 für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Führungskräften - mit einer passende Führungskultur und Führungspraxis für Industrie 4.0 und digitale Arbeitswelt. Renommierte Unternehmen und Institutionen vertrauen ihm dabei. Vorher war er 25 Jahre Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Neben seiner beruflichen Tätigkeit ist er leidenschaftlich engagiert für die Bethanien Kinderdörfer. Lesen Sie mehr auf seinem Inspiration-Blog: blog.christophhauke.de

 

 

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