Der Personaler – eine bald überflüssige Spezies?

3 HR-Trends, die Ihre Personalarbeit revolutionieren

Leipzig Liebe Leser, sofern Sie leidenschaftlicher Personaler sind und bereits beim Titel meines Blog-Artikels Adrenalinschübe verspüren, so lesen Sie ruhig weiter. Nachdem wir allmählich müde von den vielen Diskussionen um „HR als Business Partner“ sind, ist möglicherweise eine neue Entwicklung absehbar. Dabei sind es im Wesentlichen drei Trends, die mich zu der – zugegeben gewagten – These bringen, dass sich Personaler in ihrer heutigen Form zukünftig selbst abschaffen oder abgeschafft werden. 1. Administrative Personalarbeit geht ins HR Outsourcing Größer 10% ist das Marktwachstum für HR Outsourcing, insbesondere für das Business Process Outsourcing. Top-Dienstleister wachsen mit mehr als 20% pro Jahr und übernehmen HR Prozesse wie Lohn- und Gehaltsabrechnung. Was beispielsweise in USA längst die Regel ist, wird zunehmend auch in Europa zum Trend. Nicht unbedingt, weil Kosten eingespart werden, sondern weil die Komplexität – gerade in Deutschland – stetig zunimmt und damit die Qualität von vielen Personalabteilungen nicht mehr gesichert werden kann, oder der Aufwand zu groß wird. Hinzu kommt, dass die administrativen Tätigkeiten nicht wertschöpfend sind. Damit entfallen große Tätigkeitsbereiche für viele Personaler, die gerade hier ihren „Unternehmenszweck“ sehen. 2. HR passiert zwischen Führungskräften und Mitarbeitern Sie gehören nicht zur Gruppe 1, weil Sie ohnehin nicht mehr administrativ unterwegs waren, sondern sich schon zur Elite der HR Business Partner gezählt haben? Soweit so gut. Sie investieren viel Zeit und Geld in die Weiterbildung von Mitarbeitern und Führungskräften, bauen Kompetenzmanagement und Performance Management unternehmensweit auf? Hervorragend. Denn dahin geht die Zukunft: Mitarbeiter und Führungskräfte zu befähigen, selbst Verantwortung zu übernehmen, sei es für ihre Weiterbildung (zunehmend via informal Learning) oder für ihre Leistung (Zielerreichung). Auch die Unternehmenskultur ist auf gutem Wege zum Selbstläufer in Richtung echter Innovationskultur mit schlanken Strukturen und offener Kommunikation zu werden. Selbst im Recruiting nimmt die Bedeutung von Personalern ab – das Employer Branding wird zunehmend zur Domäne der Marketing-Abteilung,  und die Führungskräfte wissen sowieso am besten, welche Talente sie suchen. Und die Suche selbst? Einen Eindruck, wozu Technologie heute bereits fähig ist, konnte ich auf der letztjährigen HR Tech Conference in Las Vegas bekommen. Hier zeigte u.a. das junge Unternehmen Entelo eine Software, die wechselwillige Kandidaten anhand von Suchkriterien in diversen sozialen Netzwerken findet und ein komplettes Profil erstellt. Wie diese „Sonar“-Technologie funktioniert, sehen Sie in diesem Video: Die NSA lässt grüßen.  Wozu braucht es hier noch Personaler? 3. Moderne HR Software erledigt den Rest Dort, wo Prozesse Routine sind, greift in der Regel längst die Automatisierung durch HR-Software. Die Delegation von Prozessen an Mitarbeiter und Führungskräfte hat die Notwendigkeit  moderner Self-Service-Systeme geschaffen. Innovative Softwareanbieter gehen einen Schritt weiter und bauen diese Systeme zu echten Talentmanagement-Systemen aus, bei denen die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Führungskräften auf einfachste Art und Weise unterstützt wird. Social Media Gewohnheiten finden sich wieder: Sie „chatten“ nun auch mit den Kollegen mittels HR-Software, haben Ihre „Follower“ und über Ihr Netzwerk von „Friends“ finden Sie schnell unternehmensweites Know-how. Durch diese Consumerization von HR-Software steigt die Akzeptanz bei Führungskräften und Mitarbeitern rapide und HR-Prozesse lassen sich spielend leicht delegieren. Adrenalin noch spürbar? Sie suchen Ihren Platz als Personaler? Sie halten die Trends für valide? Nun, Trends kommen und gehen, meistens dauert es länger als angekündigt. Wer als Personaler flexibel ist und sich frühzeitig mit Veränderungen beschäftigt, sieht auch in diesen Szenarien primär  Herausforderungen. Festhalten an alten Strukturen, Prozessen und Rollenbildern kann da schon eher zum Karriereknick führen. Ist es für Sie ein Angstszenario oder eher ein Chancen-Szenario – oder gänzlich unrealistisch? Schreiben Sie mir Ihre Meinung! Bildquelle: © Uwe Bumann - Fotolia.com

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