Digitalisierung: Deutschland, Bali, Welt.

Digitalisierung Deutschland, Bali, Welt

Erkenntnisse aus einem Auslandssemester.

Als dualer Student der EUFH darf ich nicht nur studieren und gleichzeitig Praxiserfahrung bei VEDA sammeln. Ich darf mir auch noch die weite Welt anschauen, in meinem Fall war es Bali.

„International Management auf Bali – ok, Felix, mal ehrlich, da geht´s dir aber jetzt nicht ums Studieren, oder?“, haben viele augenzwinkernd gefragt. Ich gebe zu, die Location Bali hat bei der Wahl schon eine große Rolle gespielt und der Freizeitwert war auch recht groß. Aber das muss einen ja nicht davon abhalten zu lernen und tolle Erfahrungen mitzubringen. Ein paar davon möchte ich gerne mit dir teilen.

Während meiner Zeit an der Universitas Udayana, Bali, habe ich an zahlreichen Vorlesungen mit internationalen Studenten und Dozenten teilgenommen. Ein Thema war häufig Mittelpunkt der Vorlesungen: Die Digitalisierung.

Für die einheimischen Dozenten ist die Digitalisierung eine Art Hoffnungsträger, raus aus der Armut auf Bali. Dazu muss man wissen, dass es den meisten Balinesen nicht möglich ist, einen richtigen Schulabschluss oder gar einen Hochschulabschluss zu erlangen. Bildung ist in vielen indonesischen Ländern sehr teuer und somit nicht für jeden zugänglich. Trotzdem erfordern die – im Verhältnis zur Einwohnerzahl sehr wenigen Arbeitsplätze – meist eine Qualifikation bzw. einen Schulabschluss, sind also für das Gros der Bevölkerung tabu. Daher ist es seit jeher auf Bali üblich, dass sich die Einheimischen selbstständig machen: Sie werden zu „Entrepreneurs“. Einige verdienen mit der Reparatur von Motorrollern oder Autos ihren Lebensunterhalt, andere versuchen sich mit kleinen Straßenläden über Wasser zu halten.

StraßenmarktBildquelle: © Felix Schmitz / VEDA GmbH
Straßenwagen Bildquelle: © Felix Schmitz / VEDA GmbH


Was genau hat das jetzt mit Digitalisierung zu tun?


2015 brachte das Unternehmen GO-JEK seine gleichnamige App auf den indonesischen Markt. Die App ermöglicht es Touristen, wohlhabenden Einheimischen oder Geschäftsreisenden, via Smartphone Fahrer, Lebensmitteleinkäufe oder gleich fertige Menüs für einen Aufpreis von 15.000 Rupia (circa 1 Euro) zu bestellen. Jede Bestellung kann von einem registrierten Fahrer entgegen genommen und ausgeführt werden. Somit wurden nicht nur neue Verdienstmöglichkeiten für die Einheimischen geschaffen, sondern auch eine neue Methode, mittels derer Geschäfte oder Restaurants ihren Umsatz erhöhen können.

Eine weitere Chance für das Land brachte das Unternehmen UBER. Genau wie bei GO-JEK können sich Menschen per Smartphone einen Fahrer buchen, mit dem Unterschied, dass man hier das Transportmittel frei bestimmen kann. So ist es einem Geschäftsreisendem möglich per Limousinen-Transfer zum Zielort zu gelangen und einem Einheimischen per Roller-Transfer.

Genau solche Chancen sehen unsere Dozenten in der Digitalisierung. Wenn man mal kurz darüber nachdenkt, ist das doch klar! Die Menschen auf Bali haben keine Zeit, auf eine gut ausgebaute IT-Infrastruktur wie in Europa oder anderswo auf der Welt zu warten. Sie müssen nehmen, was da ist und das ist in diesem Fall das Internet. So entstehen durch die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle, und wer pfiffig ist, ergreift die Chance und wird zum Entrepreneur.
 
Und wie ist das bei uns? Ich habe mit Studenten aus verschiedenen Ländern darüber diskutiert und wie sich herausstellte, hatte jeder von uns eine andere Sichtweise zum Thema Digitalisierung. Viele sahen vor allem die Vorteile im Alltag, wie Lebensmitteleinkauf per App, Online-Shopping oder Überweisungen via Smartphone bis hin zu Arbeitsprozessen, die durch den gezielten Einsatz von Software verkürzt werden. (Letzterer kam von mir ;-))

Aber auch bei uns ist die Digitalisierung Anstoß und Quelle vieler neuer Geschäftsideen. Viele kleine Start-ups nutzen neue Technologien und werden zur ernsthaften Konkurrenz für die „Großen“. Amazon, Uber und Co. schafften es in kürzester Zeit, einer Branche ihre Geschäftsgrundlage wegzunehmen. Das ist so, das können wir auch nicht ändern. Aber die Unternehmen müssen es wissen und müssen anfangen, anders zu arbeiten, um darauf reagieren zu können. Wir müssen nämlich auch die Arbeitswelt digitalisieren.

VEDABildquelle: © Felix Schmitz / VEDA GmbH

Digitalisierung der Arbeitswelt? – Brauch ich das?

Ja, brauchst du. Die Art der Zusammenarbeit hat sich verändert und verändert sich weiterhin. So ist es heute in vielen Unternehmen bereits gang und gäbe, neue Bewerber als Team zu beurteilen – nicht mehr nur „Chef-Sache“. Da schauen sich die Mitarbeiter den neuen Kollegen an, die auch später direkt mit ihm arbeiten werden und daher wissen, was er (oder sie) können muss.

Auch die Kommunikation verändert sich. Ich persönlich finde z.B. den Austausch im Team per E-Mail lästig. Ich bin es gewohnt, mich mit meinen Freunden in einer WhatsApp-Gruppe auszutauschen. Für mich liegen die Vorteile klar auf der Hand:

•    Der Nachrichtenaustausch geht viel schneller
•    Die Botschaften erscheinen sofort auf dem Display
•    Alle Nachrichten sind in einem Chat und müssen nicht erst zwischen vielen anderen gesucht werden

Ähnlich verläuft es bei Facebook, auch dort ist die Kommunikation viel direkter und ich finde den Ansatz gut, eine Software zu bieten, die einen Ort schafft, an dem sich alle zusammenfinden und gemeinsam arbeiten können. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Beispiele für die digitale Transformation in der Arbeitswelt.

Unter anderem das Stichwort „Entgeltabrechnungen“. Jeder erhält sie auf verschiedenen Wegen, der eine bekommt sie auf der Arbeit überreicht, die anderen erhalten sie per Post und wiederum andere via E-Mail. Einfacher wäre es doch, gäbe es einen zentralen Ort, an dem diese Dinge abgelegt werden, auch Arbeitsverträge oder Fortbildungsbescheinigungen usw. Einen Ort, auf den ich von überall zu jeder Zeit Zugriff habe. So kenne ich es privat schließlich auch, meine Fotos schaue ich mir auf jedem Endgerät an, meine Flugtickets oder Visa sind auf dem Smartphone gespeichert. Wir haben im Alltag in den letzten Jahren einen sehr selbstverständlichen Umgang mit moderner Technologie gelernt, und diese Selbstverständlichkeit erwarte ich mit meinen 22 Jahren auch von meinem Arbeitsumfeld. Deswegen bin ich froh und stolz darauf, in meinem Team bei VEDA die Digitalisierung aktiv mit nach vorne treiben zu dürfen. Das mache ich sehr aktiv, denn die Entrepreneurs auf Bali haben mir gezeigt, dass man gute Ideen nicht nur denken soll, sondern einfach umsetzen muss.

VEDA GmbH

Ihr Lösungsanbieter für HR Software & Services

Carl-Zeiss-Straße 14
52477 Alsdorf

E-Mail:   info@veda.net


Telefon: +49-2404-5507-0
Telefax: +49-2404-5507-2133

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok