Digital Leadership Summit Cologne

Digital Leadership Summit Cologne

Interview mit Ursula Vranken

Am 21. Juni fand in Köln der erste Digital Leadership Summit, veranstaltet von Web de Cologne, statt. Die Organisatoren haben drei Themenschwerpunkte gesetzt:

1. #DIGITALCULTURE – Neue Konzepte zur Organisationsentwicklung
2. #DIGITALLEADERSHIP – Neue Konzepte zur Führung
3. #DIGITALPEOPLEMANAGEMENT - Neue Konzepte zum HR-Management

Natürlich sind dies genau die Themen, mit denen wir uns bei VEDA beschäftigen. Klar also, dass wir an Bord waren. Dr. Gräßler war als Keynote Speaker mit einem Slot zum Thema "HR von allen für alle - wie neue Technologien HR und Unternehmenskultur verändern" eingeladen. Obwohl der Zeitpunkt seines Vortrags um 17:00 Uhr vor dem Deutschlandspiel nicht ganz so günstig war, blieben fast alle Teilnehmer dort und lauschten unserem Herzensthema. Das bestätigt, dass die Wichtigkeit von HR im digitalen Wandel längst erkannt wurde.

Die Initiatorin und Programmverantwortliche Ursula Vranken (Geschäftsführerin IPA Consulting, Köln) haben wir im Interview zu ihrem Resümee und ihren Eindrücken des Tages befragt:

Frau Vranken, unser Eindruck: Sie haben mit Ihrer Veranstaltung ins Schwarze getroffen.
Wie haben Sie den Tag erlebt?


Zunächst einmal hat es unglaublich viel Spaß gemacht sich auf dem Summit mit so vielen Experten aus der Digital- und HR- Szene hier in Köln zu treffen und auszutauschen. Die Vorträge hatten durchweg Tiefgang und Praxisbezug und daraus ergaben sich viele inspirierende Diskussionen auf Augenhöhe.

Darüber hinaus haben die mehr als 120 bundesweit angereisten Besucher mit ihren Beiträgen gezeigt, dass die Themen Leadership und People Management keine Randthemen der digitalen Transformation sind, sondern es im Kern genau darum geht: Eine Arbeitswelt zu gestalten, die auch mit Hilfe digitaler Tools und Techniken mehr Chancen und Möglichkeiten für jeden bietet.

Was war Konsens in der Diskussion?

Konsens war auf jeden Fall, dass Digitalisierung Chefsache ist und Unternehmen einen kulturellen Change einleiten müssen.

Konsens war aber auch, dass es den einen Weg zur digitalen Transformation nicht gibt. Vielmehr geht es darum, den jeweils richtigen Weg für die eigene Organisation zu finden. Das heißt, besonders mutig neue Wege zu gehen, auszuprobieren und Experimente zu wagen.

Welche neuen Perspektiven sind beim Summit herausgearbeitet worden?

Das waren für mich auf jeden Fall die Ausführungen von Oliver Thylmann, der uns die Welt des entwicklergetriebenen Enterprises sehr lebendig nahe gebracht hat. Die „radikalen“ Ansätze der Personalführung – wie totale Gehaltstransparenz, maximale Freiheit und maximales Vertrauen – zeigen die Richtung auf in die wir uns bewegen müssen. Sicher werden wir hier in der Fläche Abstriche machen müssen, aber der Mut zum Träumen, von dem Stephan Grünewald, ebenfalls Top Speaker auf dem Summit sprach, bringt uns in jedem Fall weiter.

Als „Auffrischer“ empfand ich auch die Erkenntnis, dass ein digitales Geschäftsmodell alleine noch keine Gewähr für „easygoing“ in Sachen Leadership ist. Will heißen Kultur- und Organisationsentwicklung sind in allen Industrien kontinuierlich weiter zu entwickeln und im wesentlichen Führungsaufgabe.

Agilität, Scrum, Kulturwandel, HR waren Schwerpunkte der Vorträge und Diskussionen. Wo stehen wir aus Ihrer Sicht, wo haben deutsche Unternehmen Nachholbedarf?

Zunächst einmal: Die deutsche Konjunktur läuft und ist derzeit in Europa eine der stabilsten Ökonomien. Also einiges muss hier auch richtig gemacht werden und ich mag nicht miteinstimmen in die Hymne „alle anderen machen es besser oder gar richtig“.

Generell gilt aber für uns: repair the roof while it’s sunshine. Und da gibt es natürlich viel zu tun in Sachen New Work und digitale Transformation. Ich wünsche mir oft mehr Geschwindigkeit und „TUN“ statt darüber reden. Das Thema „Mensch im Mittelpunkt“ kennen wir schon seit Jahren, aber viele Firmen haben immer noch nicht verstanden, dass dies mit Zeit und Investitionen und Verhaltensveränderung zu tun hat. Mit Technik, Kaffeeecken und Kicker alleine kommen wir nicht weiter. Dennoch sehe ich derzeit viele ambitionierte Experimente, Anstrengungen und Leuchtturmprojekte. Von einigen haben wir auf dem Summit gehört und sie zeigen den Weg auf.

Welche Erfahrungen machen Sie als Beraterin mit Ihren Kunden?

Wir dürfen viele Firmen und Menschen auf diesem Weg begleiten und wissen, dass Veränderungen in der Praxis oft viel komplizierter sind. Als Berater und Coaches arbeiten wir mit Menschen und diese haben ihr eigenes Entwicklungstempo. Das gilt für Mitarbeiter und Manager gleichermaßen. Gute Führung, egal ob im Netzwerk oder in der Linie, will gelernt sein.
Andererseits sehen wir bei einigen Kunden noch Wisssensbedarf im Bereich der digitalen Wirkmechanismen und Geschäftsmodelle. Auch die Themen Social Media & Marketing oder agile Methoden sind oft noch Neuland. Hierfür haben wir ein eigens Digital Leader Development Programm aufgesetzt, das eine ganzheitliche Weiterbildung in den drei folgenden Kernfeldern bietet: Digital Economy, Digital Leadership und Digital Networking.
Hierdurch unterstützen wir unsere Kunden ganz gezielt dabei, Know-how aufzubauen und bieten ein hochkarätiges Netzwerk für Erfahrungsaustausch.

Welches Feedback haben Sie von den Teilnehmern des Summits erhalten?

Das Feedback ist überwältigend und sehr positiv. Viele Besucher haben uns widergespiegelt, dass Sie die Mischung aus den beiden Welten – Digital und People Management extrem spannend fanden. Hierdurch kamen Besucher aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zusammen, die eine ganzheitliche Perspektive auf die digitale Transformation werfen konnten. Und das ist für mich der Weg!

Wird es eine zweite Veranstaltung geben? Haben Sie schon Pläne/Themen für weitere Konferenzen?

Wir werden das Format bestimmt weiterentwickeln und im Sommer 2017 wieder an den Start gehen.

Vielen Dank für das Interview, Frau Vranken.

Weitere Tolle Zusammenfassungen zur Veranstaltung finden Sie hier:

                  

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