Employer Branding: Wie werden Werte handlungsfähig?

Employer Branding

Wie lässt sich der Wert ins Wort umsetzen?

Basis einer Unternehmenskultur sind gelebte Werte. Diese bieten Mitarbeitern den Handlungsrahmen,  in dem sie sich bewegen. Wenn die Werte „stimmen“, stimmt auch die Unternehmenskultur. Und diese kann und muss auch nach außen getragen werden: Übersetzt in die Employer Brand werden sie zum Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb um Talente.

Aber was genau sind Werte?

Wichtig bei der Definition von Werten ist die Übereinstimmung zwischen dem geäußerten Wert und den Taten. Nur so ist es möglich, dass ein definierter Wertekanon Identifikation, Orientierung und Spielregeln bietet – eben genau die Sicherheit eines Handlungsrahmens. Es muss ein sogenannter Code of Conduct, ein Verhaltenskodex, geschaffen werden. Die Werte des Verhaltenskodex dürfen aber keine abstrakten Konzepte oder inhaltslosen Worthülsen darstellen. Sie müssen konkret beschrieben und gemeinschaftlich verstanden sein, damit sie überhaupt gelebt werden können. Wie kommen wir also vom Wert zum Wort und vom Wort zum Verhalten und somit zu Konsistenz und Sicherheit? Oder einfach formuliert: Wie schaffen wir im Unternehmen ein einheitliches Verständnis der Werte statt leere Worthülsen zu definieren?

Von einem Wert zu DEM Wert

Respekt, Achtsamkeit, Wertschätzung? Oder doch, Qualität, Mitgestaltung und Weiterentwicklung? Was genau sind die tatsächlichen Werte eines Unternehmens und die seiner Mitarbeiter? Jedenfalls nicht zwangsweise die typischen „Katalogwerte“ die auf jeder Homepage zu finden sind. Sollen Werte in Unternehmen gelebt werden, ist es wichtig, dass es sich um DIE Werte handelt. Die Werte, die die gesamte Belegschaft für wichtig und lebens“wert“ hält. Bevor man also vom Wert zum Wort und vom Wort zum Verhalten kommt, müssen DIE Werte gemeinsam bestimmt werden. Um im Anschluss zu bestimmen, was genau diese Werte in genau dieser Gemeinschaft bedeuten. Das kostet das Unternehmen zwar Zeit, Geduld und Aufwand – eine exakte Definition ist für ein sinniges Ergebnis jedoch notwendig. Werte können gemeinschaftlich nur gelebt werden, wenn man sie gemeinschaftlich wählt und „funktionalisiert“. Ansonsten sind Konflikte und Enttäuschungen vorprogrammiert. Ein Beispiel: Sie haben für sich entschieden, respektvoll mit Ihren Kollegen/Mitmenschen umzugehen. Haben für sich festgelegt, was Sie unter Respekt verstehen. Sie möchten dieses gleich Ihre Kollegen spüren lassen, in der freudigen Erwartung auf ein reibungsloses Miteinander oder sogar Lob und Anerkennung. Doch warum reagiert der Kollege auf die von Ihnen nett gemeinte und respektvolle Art so abweisend, ja vielleicht sogar genervt? Können Sie sich vorstellen, dass das, was Sie unter respektvoll verstehen von Ihrem Kollege ganz anders gesehen werden kann? Beispiel: Sie möchten Ihre Kollegen mit einer Leckerei überraschen und obwohl sie es sehr eilig haben, gehen Sie kurz zum Bäcker, um einen Käsekuchen mit zu bringen. Schnell begeben Sie sich ins Büro und eilen (minimal zu spät) zum Termin, den Kuchen griffbereit. Noch bevor Sie ihn auf dem Tisch platzieren können, hören Sie die forschen Stimmen Ihrer Kollegen: „Kannst du bitte respektvoll mit uns umgehen und pünktlich zu unserem Termin erscheinen?"

Gemeinsames Verständnis

Sobald es konkret darum geht einen Wert in Worte zu fassen, ist es notwendig ein gemeinsames Verständnis von diesem Wert zu schaffen. Wenn Sie sich fragen, ob sich dieser Aufwand lohnt, fragen Sie sich, ob Sie etwas leben würden, was Ihnen auf gezwungen wurde. Ist es respektvoll, Ihnen vorzugeben, wie Sie Respekt zu leben haben? Ist es überhaupt möglich, Werte in einem Gießkannenverfahren und „per Order Mufti“ vorzugeben? Werte steuern das gesamte „Verhalten“ eines Unternehmens (und aller Mitarbeiter). Nicht nur die internen Prozesse sind davon betroffen, sondern auch der Umgang mit Stakeholdern und vor allem: mit Bewerbern und Interessenten. Werte steuern die Position eines Unternehmens in seinem Umfeld und damit nicht zuletzt seine Stellung im Wettbewerb um Talente. Nachhaltigkeit und Respekt bedeutet für innere Prozesse sowie für äußere Prozesse eines Unternehmens verantwortungsvolles Handeln – jedem gegenüber. Dazu müssen verbindliche „Spielregeln“ definiert werden, die am besten funktionieren, wenn sie von den Menschen festgelegt werden, die sie auch leben (müssen). Und zwar in Situationen, in denen sie gelebt werden. Was bedeutet also Respekt in genau dieser Situation, diesem Prozess und für diese Aufgabe – für mich? Erst wenn Sie dies konkretisiert haben, werden Werte den Mitarbeitern echte Verhaltensanker bieten, an denen sie sich bei Ihrem Handeln orientieren können. Ein Werterahmen, den jeder Einzelne mitgestaltet hat und Mitarbeiter stolz macht, genau für dieses Unternehmen zu arbeiten. Für eins, das Verantwortung übernimmt und Werte hat, die nicht nur an der Wand hängen.

VEDA GmbH

Ihr Lösungsanbieter für HR Software & Services

Carl-Zeiss-Straße 14
52477 Alsdorf

E-Mail:   info@veda.net


Telefon: +49-2404-5507-0
Telefax: +49-2404-5507-2133

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok