Für das Alter vorsorgen

Für das Alter vorsorgen

Das hört sich gut an.

Als ich noch ein Kind war, wurde bereits durch den Erlass des Betriebsrentengesetzes im Jahr 1974 die betriebliche Altersversorgung in Deutschland geregelt.

Daran kann ich mich natürlich nicht erinnern – klar, als Kind denkt man über das Alter nicht nach. Seit dem sind fünfundvierzig Jahre ins Land gegangen und nicht nur ich bin reifer geworden. Auch das Betriebsrentengesetz wurde angepasst und reformiert. Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung. Es gibt eine klassische Variante, da übernimmt der Arbeitgeber die Beiträge ganz alleine für seine Mitarbeiter. Und es gibt noch die Entgeltumwandlung, bei der Arbeitnehmer einen Teil des Bruttoentgeltes für eine Betriebsrente einsetzen. Eine Mischung aus beiden Varianten ist ebenfalls möglich.

Interne betriebliche Altersversorgung – externe betriebliche Altersvorsorge

Man spricht von einer internen betrieblichen Altersversorgung. Das sind die Durchführungswege „Direktzusage“ und „Unterstützungskasse“. Für diese Durchführungswege gelten viele gesetzliche Neuerungen nicht. Außerdem begegnen uns die Durchführungswege „Direktversicherung“, „Pensionskasse“ und „Pensionsfonds“ – die sogenannte externe betriebliche Altersvorsorge. Abgesehen von einzelnen Ausnahmen beziehen sich die Regelungen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes nur auf die externe betriebliche Altersvorsorge.

Betriebsrentenstärkungsgesetz

Zuletzt trat nun das Betriebsrentenstärkungsgesetz zum 01. Januar 2018 in Kraft und hat in der ersten Ausbaustufe die Steuerfreiheit der eingezahlten Beiträge erhöht und die Förderung von Geringverdienern umgesetzt. Ganz frisch in diesem Jahr setzen wir uns mit der 2. Ausbaustufe, dem verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss für Neuverträge ab 01.01.2019 auseinander, der dann ab dem Jahr 2022 auch für Altverträge vor dem 31.12.2018 gilt.

Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss

Der Arbeitgeber wird verpflichtet, Zuschüsse in die betriebliche Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter einzuzahlen. Auf freiwilliger Basis ist das sicherlich bereits in vielen Unternehmen ein Thema. Aber was bedeutet denn dann diese Verpflichtung? Überall hören wir das Wort „Entgeltumwandlung“ – und genau da liegt die Antwort. Arbeitnehmer haben seit dem Jahr 2002 einen sogenannten Entgeltumwandlungsanspruch. Sie können mit Teilen ihres Bruttogehaltes für ihr Alter vorsorgen. Für diesen Teil sind dann –innerhalb bestimmter Grenzen – keine Steuer und keine Sozialversicherungsbeiträge fällig. Da spart nicht nur der Arbeitnehmer sondern auch der Arbeitgeber. Um genau diese gesparten Beiträge des Arbeitgebers dreht sich die Sache mit dem verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss. Vereinfacht kann man sagen, der Arbeitgeber beteiligt sich mit 15 % des Entgeltumwandlungsbetrages an der betrieblichen Altersversorgung des Arbeitnehmers. Hier gibt es natürlich noch einige Unterschiede und Ausnahmen, die es zu berücksichtigen gilt.

Der Arbeitgeber beteiligt sich also mit 15 % des Entgeltumwandlungsbetrages an der betrieblichen Altersvorsorge - das hört sich gut an und das soll es auch sein. Dennoch ist es mit der betrieblichen Altersvorsorge und damit auch mit dem verpflichtenden Arbeitgeberzuschuss wie mit allen anderen Dingen im Leben auch. Alles hat seine Vorteile und Nachteile.

Kehrseite der Medaille

Der Arbeitnehmer zahlt auf den Entgeltumwandlungsbetrag innerhalb festgelegter Grenzen keine Steuern und keine Sozialversicherungsbeiträge. Super, das heißt mehr Netto im Hier und Jetzt. Aber was bedeutet das für die Auszahlungsphase im Rentenalter? Ja genau, die Betriebsrente muss versteuert werden und gesetzlich krankenversicherte Rentner zahlen darüberhinaus den vollen Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung. Und was bedeutet das noch? Richtig, wenn für weniger Bruttolohn Sozialabgaben entrichtet werden, reduziert sich letztendlich auch der spätere Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

Ein bunter Strauß der betrieblichen Altersvorsorge

Aber wie bereits eingangs grob umschrieben, gibt es einen großen bunten Strauß an Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge und selbstverständlich auch noch die weiteren zahlreichen Möglichkeiten der privaten Vorsorge für das Alter.
Letztendlich muss jeder Einzelne für sich individuell prüfen, welche sich bietenden Möglichkeiten sinnvoll und vorteilhaft sind, um die möglichen finanziellen Einbußen im Rentenalter auszugleichen.

Fazit

Es ist persönlich für jeden Einzelnen wichtig, die verschiedenen Möglichkeiten der Vorsorge für das Alter zu kennen. Schließlich träumt und hofft ja jeder Einzelne von uns, das Leben und die Freizeit im Alter frei und ohne finanziellen Sorgen gestalten zu können.

Für mich als Mitarbeiterin unseres Unternehmens ist es zusätzlich wichtig, die gesetzlichen Möglichkeiten fachlich in unserer Softwareentwicklung umzusetzen. Unsere Kunden müssen in der Lage sein, ihren Mitarbeitern durch unsere Softwarelösung VEDA HR Entgelt die Abrechnung von diesem bunten Strauß an Möglichkeiten zur betrieblichen Altersvorsorge – je nach betrieblichem Erfordernis – anbieten zu können. Das macht mir Spaß und darauf bin ich stolz!




 

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