Für mehr CSD in der Arbeitswelt

CSD

Was Unternehmen vom Christopher Street Day lernen können

Am Sonntag hat in Köln der Christopher Street Day (CSD/ColognePride) stattgefunden. Zu diesem haben sich auch in diesem Jahr mehr als 800.000 Menschen unter dem Motto „Vielfalt: lehren, lernen, leben“ versammelt.

Ausgelassene Stimmung und gut gelaunte Menschen soweit das Auge reichte. Alle feierten gemeinsam bei heißen 35 Grad, unabhängig davon, ob homo-, trans-, inter- oder auch heterosexuell. Warum bin ich dort gewesen? Zum einen kann ich die Diskussion um „gleiche Rechte für Homosexuelle“ nicht nachvollziehen. Diese sollte im 21. Jahrhundert lauten: „Warum keine gleichen Rechte für alle?“. Es sollte einfach selbstverständlich sein. Ohne Diskussion. Punkt. Diskriminierung (auch über Homosexualität hinaus) ist etwas, was in meinen Augen immer über das Thema hinausgeht und direkt etwas über den Charakter eines Menschen aussagt.

Egal, um welchen Bereich oder welche Art der Diskriminierung es geht. Ohne einen Vergleich zu ziehen: Ein querschnittgelähmter Freund hat mir einmal gesagt, behindert sind die, welche andere diskriminieren und diese Behinderung wünsche er niemandem. Dem ist nichts hinzuzufügen. Zurück zum CSD: Dem unterschwelligen Vorurteil in der Frage: „Hast Du keine Angst, dass Du da als Hetero unter die Räder kommst?“ kann ich nur entgegnen, dass es fast keinen Ort gibt, an welchem der Umgang friedlicher und ungezwungener ist, als beim CSD. Wer mal den rheinischen Karneval von außen betrachtet oder sich nüchtern in diesen hineinwagt, weiß was Unwohlsein bedeutet. Hierbei mag und kann ich die Perspektive einer Frau unter alkoholisierten Karnevalsjecken erst gar nicht einnehmen. Meinen persönlichen Umgang mit dem Thema Homosexualität formuliere ich gerne auf flapsige und ironische Weise: „Jeder schwule Mann ist ein Konkurrent weniger“. Und mit einer lesbischen Bekannten kann ich mich einfach ins Straßencafé setzen, um gemeinsam „Mädels zu gucken“.

CSD 2Bildquelle: © Udo Meyer / VEDA GmbH

Was hat dies aber mit der Arbeitswelt zu tun? Beim CSD können wir vieles lernen, was uns auch in den Unternehmen weiterbringt.

Toleranz
Es ist egal, was oder wie jemand ist. Missionarischer Eifer ist immer fehl am Platz, „leben und leben lassen“, macht uns allen das Leben einfacher. Denn auch kein homosexueller versucht einen heterosexuellen Menschen zu bekehren.

Zusammenhalt
Unabhängig, ob Mann, Frau oder drittes Geschlecht, das gemeinsame Ziel – in diesem Fall gleiche Rechte – zählt. Alle ziehen an einem Strang und kämpfen für die gleiche Sache.

CSD 3Bildquelle: © Udo Meyer / VEDA GmbH

Kreativität
Hierbei meine ich nicht nur die Kreativität der drei Damen auf dem obigen Bild, sondern die gesamte CSD-Parade, welche in ihrer Vielfalt viel mehr ist, als die verordnete Kreativität beispielsweise in einem Karnevalsumzug.

Konsequenz
Offen und konsequent Stellung zu beziehen, wenn dies auch unbequem ist und Widerstände provoziert. Bei aller scheinbaren Normalität im Umgang mit Homosexualität bedeutet der Schritt sich zu outen und/oder auf dem CSD „Flagge zu zeigen“ immer noch ein Risiko der Diskriminierung im privaten und beruflichen Umfeld. Ein solches Standing für eine Sache wünsche ich mir viel häufiger von vielen Menschen.

Lockerheit

Lockerheit ist eine der Voraussetzung, um über den Tellerrand hinauszudenken, um eingefahrene Bahnen auch mal zu verlassen.

Gamification
Gerade das Spielerische in der Umsetzung der CSD-Parade und das Herangehen der einzelnen Gruppierungen hat auch in diesem Jahr 104 Gruppen motiviert sich zu engagieren.

Wertewandel
Die Liste der Teilnehmer zeigt mir, dass auch immer mehr Unternehmen nicht nur offener werden, sondern auch Stellung beziehen. Deutsche Bahn, Rewe, Ford und noch einige andere Unternehmen waren mit eigenen Wagen und Gruppen vertreten. Auch das Auftreten des 1. FC Köln in der Parade setzt für mich hier ein sehr deutliches Zeichen.

CSD 4Bildquelle: © Udo Meyer / VEDA GmbH

Kommunikation
Die CSD-Parade als Kommunikationsmittel in die Gesellschaft ist ein Beispiel für Offenheit und Sympathie in der Vermittlung von Anliegen. Wie sehen Sie das Thema? Ist dies bei Ihnen noch von Berührungsängsten geprägt oder gelebter Alltag, d. h. es gibt kein Thema?

VEDA GmbH

Ihr Lösungsanbieter für HR Software & Services

Carl-Zeiss-Straße 14
52477 Alsdorf

E-Mail:   info@veda.net


Telefon: +49-2404-5507-0
Telefax: +49-2404-5507-2133

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok