HR Thinking für Personaler

HR thinking für Personaler

Was hat HR mit Product Design zu tun?

Design Thinking ist ein Ansatz zur Problemlösung mittels Entwicklung innovativer Ideen. Hierbei begibt man sich konsequent in die Rolle des Anwenders bzw. Nutzers und schaut aus dieser Warte auf das Problem.

Ursprünglich entwickelt von David Kelley, dem Gründer der Design- und Innovationsagentur IDEO im Silicon Valley, wurde der Ansatz des Design Thinking weiterentwickelt und dient nicht nur dem Design neuer Produkte, sondern eignet sich für nahezu jegliche Problemstellung, sei es neue Services oder auch Prozesse zu entwickeln oder zu verbessern. Dabei basiert Design Thinking auf drei wesentliche Grundelemente:

  • Multidisziplinäre Teams
  • Variabler Raum
  • Design Thinking Prozess

Adaptiert man Design Thinking auf personalwirtschaftliche Fragestellungen, dann wird daraus HR Thinking. Und dass dies deutlich mehr als eine Methode für Innovationen ist und absolut spannend für HR, hat der erste Pilotworkshop gezeigt. Dieser wurde – neben einem kompletten Methodenkit – für die Zukunftsinitiative Personal (ZiP) unter Mitwirkung von VEDA entwickelt und fand erstmalig im Rahmen des DGFP // Netzwerktreffens "HR Thinking - Design Thinking Workshop für HR" in Frankfurt statt. Das Thema lautete "Mehrwert durch digitale Assistenten im HR". Hier nun ein kurzer Erfahrungsbericht!

Team und Raum – wieder eine Frage der Kultur

Der Einladung nach Frankfurt folgte ein bunter Mix von Personalleitern, Personalreferenten und HR-IT-Verantwortlichen sowohl von Konzernen als auch mittelständischen Unternehmen. Somit war die erste Voraussetzung – ein multidisziplinäres Team – schon mal gegeben.

Bereits beim Betreten des Raums bei der DGFP in Frankfurt wurde allen Beteiligten klar, dass dies kein normaler Workshop werden würde. Ein offener Raum mit bodenlangen Fenstern und freiem Blick über die Dächer, etwas chaotisch verteilt ein paar Stehtische und mobile Sitzkissen und jede Menge bunte große Grafiken an Wänden und Whiteboards. Dazu Unmengen an Post-Its, farbigen Klebepunkten und bunten Stiften. Variabler Raum? Check – zweites Element erfüllt!

Jeder Teilnehmer kam im „Casual-Dress“, wie auf der Einladung bereits angekündigt. Das „Sie“ wurde im Eröffnungsstatement gegen das kollegiale „Du“ eingetauscht. Die übliche Vorstellungsrunde entfiel, stattdessen erfolgte der Einstieg mit „Draw your neighbour“ – spontane 2er Teams hatten die Aufgabe, sich kurz gegenseitig zu zeichnen und jeder ergänzte auf Papier seine Fakten, wie Name, Position, Erwartungen an den Workshop und ein Geheimnis über sich selbst. Damit hatte man schon die erste Methode des Design Thinking erlebt und war in einem kreativen und kommunikativen Modus angelangt. Und alle Beteiligten spürten, dass es auch hier wieder um die Frage der Kultur geht – ein offener Spirit und Arbeiten im Team auf Augenhöhe waren gefragt. Beste Voraussetzungen für den Rest des Tages.

HR Thinking – der Prozess

Es folgte ein 10 minütiger Impulsvortrag zu HR Trends und neuen Technologien. Im Anschluss wurde der „Doppeldiamant“ erläutert – dieser bildet quasi den methodischen Rahmen und damit den HR Thinking Prozess. Gleichzeitig  war dies der rote Faden durch den Tag. Mit dem ersten Diamanten wird der „Problemraum“ geöffnet und anschließend durch gemeinsame Bewertungen wieder fokussiert. Fokussiert auf die wichtigsten Probleme und die wichtigsten Kunden, die mit Hilfe der sogenannten „Empathy Map“ als Arche-Typ beschrieben werden und einem helfen, in die Sichtweise des Kunden von HR zu schlüpfen. Der zweite Diamant öffnet dann unter Nutzung von Kreativmethoden – wie das 6-3-5 Brainstorming – den „Lösungsraum“ für innovative Ideen. Erst sollen maximal viele neue Ideen generiert werden, die anschließend geschickt zusammengefasst und bewertet werden, so dass am Ende ein kleines Set der vielversprechendsten Ideen als Ergebnis steht. In der konkreten betrieblichen Praxis wäre der nächste Schritt der Bau eines Prototypen bspw. im Rahmen eines Projektes gewesen.

HR Thinking Zwei
Quelle: © sovanta Design Lab 2018

Fazit des HR Thinking Experiments

Obwohl der Workshop, der im praktischen Ernstfall besser auf 2 Tage verteilt sein sollte, in knapp 7 Stunden abgehalten wurde, entstand bei allen Teilnehmern am Ende das Gefühl nicht nur „geschafft zu sein“, sondern etwas Tolles „geschafft zu haben“. Sämtliche methodischen Schritte wurden angewandt und persönlich erlebt. Aus einer sehr vagen Fragestellung zu Beginn des Tages bildete sich eine konkrete Beschreibung der wichtigsten Herausforderungen und Probleme mit Blick auf den Kunden. Und insbesondere der Perspektivwechsel, Probleme und Lösungen konsequent aus der Sicht des Kunden bzw. Anwenders zu betrachten, förderte eine besondere Qualität von Ergebnissen zustande. Da sich der Ansatz des HR Thinking auf nahezu alle (HR-) Fragestellungen anwenden lässt, bedarf es zum Ausprobieren im eigenen Unternehmen lediglich etwas Mut „unkonventionell“ vorzugehen und ein paar enthusiastischer Mitstreiter.

Lust auf mehr?

Die Erfahrungen und Potenziale des Workshops teilen wir gemeinsam mit weiteren Vertretern der ZiP am 11.09. auf der Future Stage der Zukunft Personal Europe in Köln mit dem Ziel, HR Thinking als Begriff im HR Bereich zu etablieren und Mut zum Experimentieren zu machen. Für einen kurzen Einblick in die Stimmung des HR Thinking Workshops schauen Sie sich doch das kurze ZiP-Video an.

Und wenn Sie Lust haben, können Sie noch am selben Tag selbst an einem 45-minütigen Workshop teilnehmen und besser verstehen, was HR Thinking ist und welchen Nutzen es bringt. Lernen Sie die Methoden kennen und erhalten Sie das HR Thinking Kit der ZiP, das Ihnen den konkreten Schritt in die Praxis einfach macht.

 

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