Krankheitsquote? Unsinn!

Gesundheitsmanagement

Gesundheitsmanagement mit Gesundheitsquote

Messen Sie in Ihrem Unternehmen noch eine Krankheitsquote? Verteilen Sie diese an Führungskräfte sowie Kostenstellenverantwortliche? Diskutieren Sie die Quote mit diesen ab einem bestimmten Schwellenwert? Was denken Sie damit zu erreichen? Sie schauen damit auf die Vergangenheit. Die Mitarbeiter waren krank, das lässt sich nicht mehr ändern. Punkt. Die Diskussion um eine Krankheitsquote ist für mich vergleichbar mit der Einnahme homöopathischer Globuli. Eine reine Placebomaßnahme!

Warum richten Sie Ihren Blick nicht auf die Zukunft und ermitteln eine Gesundheitsquote?

Die Gesundheitsquote ist eigentlich nur die Differenz der Krankenquote zu 100%. Jetzt denken Sie vielleicht „Was für ein Blödsinn.“. Aber probieren Sie es aus, Ihr Blickwinkel wird sich ändern.

Während Sie sich bei der Krankheitsquote mit der Vergangenheit beschäftigt haben, arbeiten Sie mit der Gesundheitsquote aktiv an der Zukunft Ihres Unternehmenserfolges.

Ihnen werden plötzlich Abteilungen und Kostenstellen auffallen mit einer sehr hohen Gesundheitsquote. Sprechen Sie mit den Verantwortlichen. Fragen Sie diese was sie meinen, warum ihre Mitarbeiter gesünder sind als andere. Herrscht in diesen Bereichen ein besonderer Führungsstil, ein besonders gutes Arbeitsklima oder eine Prozessorganisation, die dafür sorgt, dass weniger stressbedingte Krankheiten auftreten? Sind die Mitarbeiter dort besonders sportlich aktiv, so dass sie berufliche Anforderungen ausgleichen und  eine Reihe von Zivilisationskrankheiten verhindern können? Ernähren sich die Mitarbeiter vielleicht sogar anders? So gibt es zum Beispiel im meinem Team eine Gruppe von MitarbeiterInnen, die sich regelmäßig gegenseitig mit Salat versorgen. In meinen Augen ein guter Anfang, da eine ungesunde Ernährung, neben mangelnder Bewegung, mit zu den häufigsten Auslösern von Zivilisationskrankheiten gehört. Dass sich solche Initiativen auch positiv auf die Zusammenarbeit und damit die Unternehmenskultur auswirken, muss hier sicherlich auch nicht näher ausgeführt werden.

Sie sollten die Erfolgsfaktoren aber nicht nur sammeln, sondern den anderen Bereichen Ihres Unternehmens zugänglich machen. Oder noch besser, starten Sie endlich mit Ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement durch, welches Sie schon lange planen anzugehen! Wichtig ist, dass Sie Gesundheitsmanagement als Prozess angehen. Einmalaktionen verpuffen und werden von den Mitarbeitern auch nicht ernstgenommen. „Jetzt macht HR mal einen auf Gesundheit“ kann schnell der Vorwurf lauten.

Bei der Durchsetzung und Umsetzung Ihrer Vorhaben sollten Sie auch die oben angesprochenen Effekte  auf Zusammenarbeit und Unternehmenskultur mit anführen. Gesundheitsaktivitäten im Unternehmen fördern damit auch immer die Performance Ihres Unternehmens. Oder wie schon Julia Janßen in Ihrem Blogbeitrag geschrieben hat: „Sport macht schlau.“

Einfach loslaufen

Viele Maßnahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagement sind weder aufwändig noch kostenintensiv:

  • Fragen Sie in Ihrem örtlichen Gesundheit- oder Fitnessstudio, ob der Trainer eine Ausbildung zur Ernährungsberatung hat. Bitten Sie ihn, einen Vortrag in Ihrem Hause zu gesunder Ernährung zu halten. Nebenbei kann dieser dann auch gerne das Fitness- und Kursangebot des Studios vorstellen.
  • Noch besser: Fragen Sie im Studio auch nach, ob es für die Mitarbeiter Ihres Unternehmens Schnupperabos oder Sonderkonditionen gibt, so dass diese alle Kurse und Angebote ausprobieren und vielleicht für sich das richtige finden.
  • Auch sind die meisten Sportvereine bereit, sich Ihren Mitarbeitern mit einer Schnupperstunde vorzustellen. Vereine sind immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern und zumeist dankbar für die kostenlose Werbung. Wie hieß es doch früher so schön: „Sport ist im Verein am schönsten.“
  • Stoßen Sie einen Lauf- und Walkingtreff in Ihrem Unternehmen an. So finden sich meist schnell einige Interessierte, die nach Feierabend in verschiedenen Leistungsgruppen gemeinsam etwas für ihre Fitness tun. Auch ist aus Erfahrung immer jemand schnell gefunden, der etwas Organisation in die Hand nimmt und die KollegInnen motiviert.
  • Genauso können Sie Badminton- oder Indoor Soccer-Gruppen, wie in unserem Hause etablieren. Aber seien Sie nicht überrascht, wenn der Frauenanteil auch beim Indoor Soccer höher ist als gedacht.
  • Beteiligen Sie sich an Firmenläufen, die sich sowohl an Läufer, als auch an Walker richten. Diese sollten Sie als Unternehmen möglichst aktiv unterstützen: bei der Anmeldung, Verpflegung und den Trikots. (Foto von VEDAnern bei B2RUN)
  • Eine meiner Kolleginnen bei VEDA bietet regelmäßig nach Feierabend Yoga in einem Konferenzraum bei uns an. Welche Fertigkeiten aus den Bereichen Bewegung, Entspannung oder gesunder Ernährung beherrschen Ihre Mitarbeiter und sind bereit diese an andere weiterzugeben?
  • Sicherlich haben Sie eine Dusche in Ihrem Unternehmen. Informieren Sie Ihre MitarbeiterInnen, dass diese natürlich auch genutzt werden kann, wenn diese mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen möchten.
  • Führen Sie einen freiwilligen Veggieday ein. Suchen Sie sich einen Caterer in Ihrer Umgebung, der leckere Salatteller oder ähnliches liefert und organisieren Sie Bestellung und Lieferung.
  • Rechnen Sie die vom Lauf- und Walkingtreff im Jahr „erlaufenen“ Kilometer in Kilogramm oder Portionen gesunden Essens um, welches Sie allen Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Damit motivieren Sie nicht nur die Läufer, sondern mit Sicherheit neue Mitstreiter für‘s nächste Jahr auch
  • Führen Sie in Ihrem Intranet eine Kategorie „Lecker & Gesund“ ein, über die Ihre MitarbeiterInnen Rezepte und Ernährungstipps austauschen können. Helfen Sie beim Start, bis das Forum eine Eigendynamik bekommt.

Meine Aufzählung ist absolut nicht vollständig. Schreiben Sie mir Ihre Ideen! Egal, ob diese schon erfolgreich sind oder noch in der Planung stecken.

Es werden auch nicht alle Ideen zum Erfolg führen. Aber bleiben Sie am Ball, jeder 10 Kilometerlauf beginnt mit dem ersten Schritt. Und nach dem ersten Schritt kommt der nächste usw. Oder um aus dem Blogbeitrag von Dirk Dautzenberg zu zitieren: „Der Erfolg führt über die Treppe und nicht über den Fahrstuhl.“

Mit der Vielzahl von Angeboten zu Aktivitäten wird es Ihnen sicherlich auch gelingen die von Herrn Dr. Gräßler identifizierte Starbucks-Generation hinter dem Coffee Mug hervorzulocken und den neuen Schwung in Ihrem Unternehmen generationsübergreifend zu nutzen.

GesundheitsmanagementBildquelle: © VEDA GmbH / VEDA GmbH
Vergessen Sie nicht die Entwicklung Ihrer Gesundheitsquote im Unternehmen transparent zu machen. Das motiviert nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mitarbeiter.  

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