Mein Großprojekt BA-BEA

Mein Großprojekt BA-BEA

Wie lief es wirklich? Teil 2

Im letzten Blogartikel habe ich bereits erste Einblicke in die Vorbereitung zu der Umsetzung von BA-BEA und meinen ersten persönlichen Eindrücken gegeben.

In dem folgenden Blogartikel möchte ich nun erzählen wie die Umsetzung und Zertifizierung verlaufen ist.

Die Aufgaben waren geschätzt und nun konnte mit der Programmierung begonnen werden. Zunächst haben die Programmierer mit der Entwicklung des technischen Grundgerüsts gestartet, damit dieses neue Meldeverfahren technisch stabil funktioniert.

Anschließend wurden die Bescheinigungen zum BA-BEA-Verfahren, welche von nun an elektronisch versendet werden sollen, umgesetzt. Innerhalb der ersten Umsetzungen kamen die ersten fachlichen Fragen. Wenn ich nicht direkt antworten konnte, war dies zunächst für die Kollegen aus der Entwicklung kein Problem. Schließlich wussten Sie, dass dies mein erstes Projekt war, welches ich fachlich betreue. Trotzdem war ich nervös: es hätte ja eine Frage geben können, welche ich nicht direkt beantworten konnte. Mein Anspruch an mich selbst war natürlich, direkt „wie aus der Pistole geschossen“ antworten zu können. Doch rückwirkend betrachtet, ist das nicht der Anspruch, den man dabei haben sollte. Der Anspruch sollte sein, wohl überlegt zu antworten, was mir Anfangs sehr schwer fiel. Grund für die gründliche Überlegung ist -um es überspitzt zu sagen-, dass wenn ich „A“ sage, auch „A“ programmiert wird, schließlich bin ich der „Fachi“, wie man ihn bei uns nennt. Ob das der richtige Weg ist, sollte ich nicht durch einen „Schnellschuss“ entscheiden. Durch diese Schnellschüsse kam es leider hier und da mal zu Änderungen in der Programmierung, was die Umsetzung verzögerte.

Die fachlichen Fragen, welche mich bei der Programmierung verfolgten, waren nach einiger Zeit kein Problem mehr, da ich nun fest im Sattel saß.

Doch eine Sache stand noch im Raum. Wie kann ich das Handling für den Anwender so angenehm wie möglich gestalten? Ideen hatte ich, doch waren es auch die richtigen?

Ich hatte nur die theoretische Brille auf, mit der ich die Vorgaben zur Umsetzung sah. Meine Schlussfolgerung war, dass ich einige Anwender benötigte, die mir bei der Suche des richtigen und einfachen Weges helfen. Da wir in der VEDA viele KollegINNEN haben, die mit unserer Software arbeiten, holte ich diese an einen Tisch, um zu hinterfragen, was der für den Anwender richtige Weg ist. Letztlich lässt sich sagen, dass viele Wege nach Rom führen und ich es nicht jedem Anwender Recht machen konnte. Das war eine Lektion, mit der ich erstmal lernen musste umzugehen.

Die verschiedenen Wege versuchte ich für die Entwicklung zu berücksichtigen. Frei nach dem Grundsatz „wünschen darf sich der Anwender alles“, konfrontierte ich die Entwickler mit den Ergebnissen, welche ich aus der Anwenderrunde mitbrachte. Ein paar fanden Verwendung, ein paar dagegen nicht.

Schlussendlich hatte ich es geschafft: ich hatte mein erstes Modul umgesetzt. Doch die letzte Hürde, die Zertifizierung des Moduls durch die ITSG stand aus. Nervöser war ich noch nie zuvor. In diesem Termin wurden sowohl die fachlichen Inhalte, als auch die Anwendung gezeigt. Mir fiel eine Last von den Schultern, als ich erfahren habe, dass mein erstes Modul zertifiziert wurde.

Rückblickend betrachtet war diese Aufgabe die größte Herausforderung, welche mir aber meine Kollegen erleichtert haben. Fragen konnte ich jederzeit stellen; Feedback zu meiner Person habe ich jederzeit erhalten. Somit konnte ich mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickeln.

Mit diesen Erkenntnissen kann ich in mein neues großes Projekt starten: die Umsetzung von euBP, der elektronisch unterstützte Betriebsprüfung. Dieses Modul dient dazu, um eine Betriebsprüfung maschinell zu Unterstützen, sodass der Prüfer sämtliche, für Ihn relevanten Daten, aus der Entgeltabrechnungssoftware elektronisch übermittelt bekommt.

Aufgrund der Erfahrungen aus dem ersten Projekt kann ich nun ziemlich genau die eigentlichen Fallstricke abschätzen und bin gespannt, welche Neuigkeiten nun auf mich warten werden.

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