New Work - nimm's sportlich!

Sportschuh

Was New Worker vom Sport lernen können.

 Analogien zwischen unser aller Arbeitswelt und dem (Leistungs-)Sport wurden schon oft gebildet. Weil es populär und so schön einfach ist? Mag sein. Vor allem aber – und davon bin ich aufgrund eigener Erfahrungen zutiefst überzeugt – weil’s stimmt!

Viele Bereiche der gesellschaftlichen Entwicklung spiegeln sich im Sport wider, nicht alles davon ist tatsächlich gut zu heißen, denken Sie alleine an das Thema Doping. Wenn man den Blick allerdings auf eigene und gemeinsame Performance lenkt, ist der Sport ein nahezu perfektes Beispiel. So lässt sich auch die Entwicklung der Unternehmen hin zu New Work hervorragend in sportlichen Beispielen beschreiben.

New Work erschöpft sich nicht in Lounge, Latte Macchiato und Homeoffice. New Work heißt für mich vor allem, sich in einer rasant verändernden Arbeitswelt so fit zu halten, dass ich, mein Team, meine Organisation nachhaltig und in gutem Zustand performen können. Mit „fit“ meine ich im unternehmerischen Zusammenhang: Im Vollbesitz aller möglichen Kräfte, Wissen, Kommunikation, Kultur, Werte, Technologie …

Klar, Performance & Nachhaltigkeit sind nicht ‚new‘ – immerhin reden wir über Wirtschaftsunternehmen. Neu sind in ihrem Ausmaß Geschwindigkeit, Disruption und Unplanbarkeit, die auf die Unternehmen einwirken. Oder, schöner gesagt: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität– VUKA olé! In diesem Umfeld benötigen wir als Arbeitnehmer oder Führungskräfte, was auch Sportler brauchen: Eine positive Haltung zu Unvorhergesehenem, Resilienz, einen festen Stand und auch Sicherheit. Diese Sicherheit entsteht durch Vertrauen in das Team, und ebenso durch das Wissen, auf bestmögliche Ressourcen zurückgreifen zu können. Das hört sich doch schon fast an wie das Coaching-Lehrbuch für eine Wettkampfmannschaft, oder? Aber Sport hat noch mehr mit New Work zu tun, weil in beiden Bereichen hohe Leistung intrinsisch motiviert wird. (Zu gut Deutsch: Weil´s ureigen Spaß macht)

Prof. Dr. Ingo Froböse zum Beispiel beschreibt, was viele von uns kennen: Bewegung entstresst und macht glücklich, vermeidet depressive Verstimmungen und produziert Glückshormone, steigert Hirndurchblutung und die Zahl der Nervenzellen. Wohl dem, der das nicht zu brauchen meint. Und das gilt nicht nur für den Leistungssportler, sondern zeigt bereits für den Einsteiger positive Effekte. Meine Kollegin Julia Eschbach hat dazu ja bereits geschrieben und erklärt, warum Sport schlau machen kann. Was aber ist es, das jeden von uns als Sportler im Arbeitsleben besser, schneller, stärker und resilienter macht? Das ist nämlich nicht (allein) die Belastung, der intensive Trainigsreiz, sondern auch und vor allem die anschließende, „lohnende“ Pause.

Im Training wie auch im Job nimmt mit zunehmender Belastung die Leistungsfähigkeit ab – im Laufe des Tages, der Woche oder des Projektes. Dann sorgt die ausreichende Erholung für die klassische Superkompensation, für eine auch physiologische Steigerung der Leistungsfähigkeit über das vorherige Level hinaus. Dieses kluge Wechselspiel von An- und Entspannung ist für mich ein wesentlicher Konnex zu New Work und Garant für persönlichen Erfolg und Zufriedenheit. Während wir im Sport die kluge Balance von An- und Entspannung zur Leistungssteigerung nutzen, ist es in New Work die Work-Life-Balance, die den Ausgleich schafft. Wo Leistung zählt und nicht mehr Anwesenheit, kann ich diese Leistung erbringen wann, wo und wie es mir passt und es den maximalen Nutzen für alle Beteiligten stiftet. Diesen Aspekt der leistungssteigernden Pause finden Sie in Ralf Gräßlers Bericht zu seinem Sabbatical ebenso wie im Interview zum Thema Sport und Performancemanagement. Sport und New Work lassen sich aber nicht nur gut vergleichen, sie wirken auch miteinander an den neuen Werten – denken Sie z.B. an die seit Jahren boomenden Firmenläufe. Konkurrenzdenken im Job weicht zunehmender Vernetzung, Coopetition und Collaboration. Der zutiefst menschliche Trieb, sich im Wettbewerb zu messen, verschiebt sich vom Job in den Sport, Vorstand und Azubi sind auf Augenhöhe gemeinsam unterwegs, weil im Sport jeder darf und macht, wie er kann – der gemeinsamen Sache wegen. Geht’s new workiger?

Von Teamgeist, mündigen Athleten, Herzblut, Durchhaltevermögen, Erfolgen und Flow, dem Coach als Richtungsgeber für ein Team motivierter Individualisten, von tragischem Scheitern, Verletzungen und motiviertem Neubeginn ganz zu schweigen. Ein ganzes Buch könnte man zur Korrelation von Sport und New Work schreiben – vielleicht sollte ich das tun und dazu auch mal ein Sabbatical beantragen ;-)

Im Ernst, ich möchte Sie anregen, nachzudenken und vor allem: in Bewegung zu kommen bzw. beweglich zu bleiben. Für Sie ganz persönlich, für Ihre Gesundheit und damit Sie für die zukünftigen Herausforderungen besser gewappnet sind. Denn für die brauchen wir, so schreibt es Olympiasieger Nils Schumann in seinem Buch ‚Lebenstempo‘ neben aller Kopfarbeit besonders auch ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper als bestem Freund. Denn: Wenn ich mich auf meinen Körper als besten Freund verlassen kann, dann kann ich, gerade mit Blick auf eine nachhaltige Leistungsfähigkeit, jedweder Herausforderung souveräner entgegen sehen und gelassener gut performen. 

Wie sehen Sie das?

 

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