Remote reloaded

Remote reloaded

Arbeiten, wie und wo ich will?

Vor einiger Zeit haben Julia und Stefan ihre ganz persönliche Sicht auf "Remote Work" beschrieben. Sie beantworten für das VEDA-Team SAM (Sales And Marketing) die Frage, wie Teamarbeit und Führung funktionieren, wenn Teammitglieder über die Welt verteilt sind.

Wie unsere beiden Blog-Autoren, merkt auch die Redaktion der Zeitschrift Impulse, dass die räumliche Distanz die Zusammenarbeit nicht immer einfacher macht. Nicole Basel schreibt stellvertretend für das Team von den Pros und Contras und stellt fest, dass es einen klaren Vorteil gibt: Während das Thema Arbeitskultur im Büroalltag oftmals stiefmütterlich behandelt wird, hat sie die Erfahrung gemacht, dass Remote-Teams achtsamer mit der vorherrschenden Kultur umgehen. Sie schreibt: „Man weiß: Von allein passiert hier gar nichts. Man wird gezwungen, sich Gedanken zu machen: Was können wir tun, um eine gute Arbeitskultur zu schaffen?“

Diese Aussage fand ich interessant und nachdem das Remote-Thema zum Trend-Thema geworden ist und ich immer mehr und tollere Themen finde – wie z.B. die Aktion, bei der „Remote Talents“ reisend das Arbeiten-von-Unterwegs üben – habe ich mir gedacht, dass da auch bei VEDA noch mehr gehen muss. Es sind ja nicht nur die KollegInnen im Team SAM von Remote Work betroffen. Auch viele andere Teams haben KollegInnen, die remote arbeiten und/oder nur ab und zu am Unternehmenshauptsitz in Alsdorf sind. Daher habe ich über VEDA Horizon, unsere kollaborative HR-Software, einen Dialog zu den beiden Blogbeiträgen von Julia und Stefan angestoßen. Diesen Dialog möchte ich hier mit Euch teilen:

Urban schreibt mir, dass er als „Betroffener“ in beiden Rollen, Projektmitarbeiter UND Führungskraft, mitfühlen kann:

Ich versuche auch seit Monaten den Spagat zwischen einerseits "Unterwegssein" und "Führung" (z.B. als Projektleiter) sowie andererseits "Unterwegssein" und "als Teammitglied dabei sein" (zum Beispiel in der Weiterentwicklung von VEDA Horizon). Beides stellt sich als sehr schwierig heraus. Ich habe gelernt, dass es sehr große Unterschiede gibt, je nachdem, wer die beteiligten Kollegen sind und wie diese "ticken". Julia schreibt aus ihrem Home-Office, dass sie die Ruhe genießt, aber auch die Kollegen vermisst. Die moderne Technik gibt ihr zwar die Möglichkeit, zu jeder Zeit mit den Kollegen in Kontakt zu treten, doch es sei anders und daran muss sie sich erst einmal gewöhnen, schreibt sie. Das sehe ich auch so, wobei bei mir das Thema Remote nicht vom Homeoffice aus stattfindet. Gerade wer, wie ich, viel unterwegs beim Kunden ist, hat noch weniger Möglichkeiten, mit dem Team zu kommunizieren, zum Beispiel eine Video- oder Telefonkonferenz mit Kollegen abzuhalten. Selbst Email-Kontakt ist schwierig, da ich sehr oft erst abends schreiben kann, wenn die meisten Kollegen schon nicht mehr "online" sind und somit eine Antwort erst am nächsten Tag kommt. Hier fehlt mir oft die Nähe, das selbstverständliche Sich-mal-eben-Austauschen können. Ich muss viel aktiver auf KollegInnen zugehen, um in Kontakt zu bleiben und informiert zu sein.

Auch Alexander betont, dass die Einstellung der Beteiligten und eine aktive Kontaktpflege ausschlaggebend für das Funktionieren der Remote-Kultur sind:

Das Arbeiten aus dem Remote-Office bringt es mit sich, dass man aktiv im Gespräch bleiben muss. So habe ich mir meinen Rahmen geschaffen, in dem ich mich regelmäßig mit den KollegInnen, meist am Telefon, austausche. Immer mehr nutze ich den Austausch per Videokonferenz, was mir persönlich eine deutliche Qualitätssteigerung bringt, denn damit fühle ich mich einfach ein großes Stück näher.

Oft kommt bei mir zwar der Gedanke hoch, dass ich, bedingt durch meinen Arbeitsplatz im sonnigen Süden, nur einen Bruchteil von dem mitbekomme, was bei euch in Alsdorf läuft. Immer wieder aber merke ich, dass es gar nicht stimmt, sondern dass ich durch zielgerichtete Abstimmungen informiert bleibe und manchmal sogar mehr weiß, als mein Gegenüber in Alsdorf. Hier zählen ganz klar die Qualität des Gesprächs und die persönliche Bindung. Was nicht zählt, ist die Menge an Meetings, denn oft bekomme ich über die Entfernung die Essenz in viel weniger Zeit mit.

Frank ergänzt, dass zusätzlich zu den Themen "große Entfernung zur Arbeitsstätte" sowie "häufige Abwesenheiten aufgrund von Terminen" der Heimarbeitsplatz auch oft genutzt wird, um einen ruhigen Rückzugsort zu haben:

Die Idee unseres Open-Space ist es, offene Kommunikation und agile, projektbasierte Zusammenarbeit in einem großen Raum zu ermöglichen. Bei aller Rücksichtnahme bleibt es daher nicht aus, dass dieser große Raum umgekehrt auch hinderlich sein kann, wenn man wirklich mal eine Sache 'abarbeiten' muss. Ich vergleiche dies mit einer Uni-Bibliothek. Wer würde sich dort auf seine Arbeit konzentrieren können, wenn er ständig mit fast allen Sinnen (Sehen jeder Bewegung / Hören aller Gespräche / Riechen des Mittagessens) abgelenkt wird. Somit ist es echt gut, dass Remote Work bei VEDA problemlos als Alternative genutzt werden darf.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist bei den Führungskräften, z.B. auch bei den SCRUM-Mastern gefragt, das bestätigen Frank und auch Jonas. Um hier in einem agilen Team hakelnde Prozesse zu erkennen und zu beheben, ist aktivere Kommunikation erforderlich.

Erst mal ein herzliches Dankeschön an die tollen Kommentare in VEDA Horizon, die diesen Blogbeitrag möglich machten. Als gemeinsamer Nenner fällt mir auf, dass es zwar die Technik ist, die Remote Work möglich macht, aber der Mensch, der Remote Work leben und damit umgehen muss. Der aktive Umgang sowie die Einstellung der Beteiligten werden in fast allen Kommentaren hervorgehoben. Fazit daher:

Die Lebbarkeit und der Erfolg von Remote-Konzepten hängen ganz eng zusammen mit der (bestenfalls vom Unternehmen geschaffenen) Möglichkeit, trotz Remote Work Zugehörigkeit, Austausch, Nähe und Kollegialität zu erfahren. Das geht, wie die VEDAner hier im Blog beweisen, aber es ist auch noch „Luft-nach-oben“.

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