Smombies, unfähige Mainstream-Nerds?

Smombies

Kommunikation 4.0 – zwischen Sinnsuche und Effizienz

Gestatten: Smombie, Digital Smombie. Smombie bedeutet Smartphone-Zombie: „Menschen, die wie gebannt mit dem Handy über die Straße gehen und nicht gucken, wohin sie gehen, Zusammensetzung von Smartphone und Zombie.“ Diese Spezies ist nominiert für das Jugendwort 2015. (Wer voten möchte, kann dies hier tun.)

In dem Zusammenhang las ich gerade auch folgende Schlagzeile: „Digitale Natives kaum fähig, effizient zu kommunizieren“. Ist das so? Und wenn ja, warum? Kommunizieren „wir Smombies“, denen so viele Kommunikationskanäle wie noch nie zur Verfügung stehen, tatsächlich ineffizient? I doubt it!

Kalter Kaffee

Die Digitalisierung verändert Kommunikation. Soweit, so gut. Nix Neues. Dass soziale Medien und digitale Kommunikation ebenso wie Smart Factory oder 3-D-Drucker unsere Arbeitsweise nachhaltig verändern? Geschenkt – wissen wir. Dass durch diese Gemengelage Jobs wegfallen, andere neu entstehen auch. Dass sich unser Leben (und hier lassen sich Business und Balkon nicht trennen) komplett verändert, die Kultur, die Art wie wir denken, handeln und kommunizieren, ist uns manchmal nicht so bewusst. Und für viele ist es schwer zu akzeptieren, denn: Wir passen uns langsamer dem Fortschritt an, als wir meinen.

Technik und Kultur – 2 Geschwindigkeiten

Das Grünbuch „Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bringt es auf den Punkt:

„Die Digitalisierung beflügelt Fantasien und Innovationen, sie überrascht uns mit immer neuen Produkten und Geschäftsmodellen. Zugleich beginnen wir erst langsam zu verstehen, wie nachhaltig sie unsere Wirklichkeit bereits verändert hat, mit welcher Geschwindigkeit sie Medien, Wirtschaft und Alltagskultur durchdringt und völlig neu ordnet.“

Die verbreitete These ist, dass die Generation Y Kultur und Arbeitswelt verändert. Tatsächlich ist es aber die Technik, die die Verhaltensweisen der Menschen neu prägt. Generation Y hin oder her.

Kommunikation 4.0

Greifen wir nochmal den Klassiker „Smartphone-Nerd“ auf: Hier kann ich meinen Großvater zitieren (sorry, Opa!): „Ihr wischt nur noch auf Euren Handys rum. Wenn ich durch die Stadt laufe, starren alle auf irgendwelche Bildschirme.“ Logo, Recht hat er. Darüber haben wir schon vor 5 Jahren diskutiert. Denn lange schon werden wir überschwemmt von neuen Apps und Trends. Unser Gehirn verändert sich langsam. Es passt sich an die Reizüberflutung der Informationen an und verlangt nach immer mehr. Man kann das gut finden, oder nicht. Ich jedenfalls bin der Meinung, dass Apps wie WhatsApp Kommunikation effizienter machen. Nachrichten erreichen den Empfänger sofort – schließlich ist das Smartphone immer dabei. Allerdings: Wer WhatsApp nicht nutzt, bleibt außen vor. Denn wir leben momentan in einer Art „Zwischenzeit“. Es existieren zwar unzählige Kommunikationskanäle – und damit Möglichkeiten – Kommunikation effizienter zu nutzen. Es gibt aber noch keinen Konsens über die Nutzung. Die – nennen wir es mal digitale Reizschwelle – ist aktuell sehr unausgeglichen. Während mein Kollege Justus hier bereits schrieb: „Kommunizieren über E-Mail – wie 2005 ist das denn?!“, suchen andere noch den Sinn und das richtige Medium. In den Unternehmen adaptiert man nur langsam was im Privaten längst etabliert ist. Hier herrschen noch schwarzes Brett und Email.

Fazit

Einerseits stehen uns für die effiziente Echtzeitkommunikation zig Kanäle offen. Andererseits führt das dazu, dass wir uns verzetteln. Wir sind konfrontiert mit ständig neuen Triggern, die wir sortieren, bewerten, priorisieren und ggf. bearbeiten müssen. Das stresst. Unabhängig vom Alter. Bevor wir intelligente Fabriken und Häuser im 3-D-Drucker bauen, müssen wir bei den Basics (Kommunikation) anfangen. Und wenn wir die beherrschen, kann ich die eingangs aufgegriffene These, dass Digital Natives (m. E. wir alle) nicht effizient kommunizieren klar verneinen! Digitale Transformation fängt also bereits bei der Kommunikation an. Vielleicht brauchen wir eine Art „Unternehmens-Facebook“. Einen „Ort“ an dem wir uns morgens einloggen, mit Kollegen (und Freunden?) kollaborieren und kommunizieren. Einen Marktplatz, auf dem wir (bildlich gesprochen) Zeitung lesen und Urlaube planen.

Was halten Sie davon? Das rundum-sorglos-Kommunikationsmedium – Gefahr („Circle“) oder Effizienz?

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