Social Recruiting – Klappe, die Nächste

Ist die Recruiting-Welt reif für Whatsapp und Co?

Freunde im Biergarten schauen auf Smartphone Als mein Kollege Justus, dualer Student bei VEDA, aus seinem Auslandssemester in Thailand zurück kam, erzählte er über seine Erlebnisse und die Unterschiede zwischen uns Deutschen und den Thais. Auch ich finde die kulturellen Unterschiede im Businessumfeld total spannend seit ich aus meinem eigenen Auslandssemester in Russland zurück bin. Als Justus mir erzählte, dass in Thailand auch im Business hauptsächlich über einen Messenger kommuniziert wird, war ich erstaunt. Als Nachwuchspersonalerin bei einem Software-Lösungsanbieter beobachte ich natürlich die neusten IT-Trends im Recruiting aufmerksam. Gerade für die spannenden Ideen und Neuerung, die den Digital Natives, zu denen ich mich übrigens auch selbst zähle, anscheinend gefallen, interessiere ich mich sehr.

Mein Fokus liegt in diesem Blogbeitrag auf Kommunikationsmitteln wie WhatsApp und Facebook. Dabei habe ich mich gefragt:

  • Kommunikation mit Bewerbern und Kunden über WhatsApp? Geht so etwas überhaupt?
  • Eigene Firmenprofile bei WhatsApp und die neue „Social Jobs Partnership“-App von Facebook als Ablöse für Xing?

Nach meinen ersten Überlegungen stellt sich natürlich direkt mein deutsches Denken ein: Datenschutz, Vermischung von Beruf und Privat, Spamnachrichten und so weiter. Erst vor kurzem habe ich die Facebook-App von meinem Handy gelöscht, da sich die AGB´s von Facebook seit dem 30.01. geändert haben und Datenschutz aktuell „voll out“ ist. Vielleicht bin ich ja etwas paranoid, aber denken nicht fast alle Deutschen so? Bewerberkommunikation via Messenger In Thailand sowie auch in Taiwan und Japan ist es so, dass die dominante Chat-App „Line“ als marktführendes Kommunikationsmittel genutzt wird. Line ist für uns Deutsche mit WhatsApp zu vergleichen. Genau wie in Deutschland bewerben sich in diesen Ländern Bewerber über Online-Portale bei Unternehmen, aber die anschließende Kommunikation mit den Bewerben findet über die Chat-App Line statt! Dieses Szenario ist in Deutschland nur im Traum vorstellbar. Ich behaupte jetzt einfach, dass unser Denken noch eher das formelle (und datenschutzkonforme!) Kommunizieren bevorzugt. „Offizielle“ E-Mails, formelles Briefpapier oder „offizielle“ Anrufe – das bevorzugen wir ganz klar. Noch überraschter war ich aber, dass dieser Trend tatsächlich schon in Deutschland angekommen ist. Bei den Digital Natives natürlich total in: Wer will sich nicht zwischen dem kurzen Chat mit einem Freund bei einem modernen Unternehmen bewerben?! ;-) Seit dem 12. Januar 2015 wird WhatsApp nämlich in der Berufsberatung eingesetzt. Schauen Sie selbst und stellen Sie Ihre Fragen rund um Ihren sozialen Berufswunsch: http://www.soziale-berufe.com/. Ähnlich nutzt seit dem 24. Februar auch Daimler WhatsApp für das Personalmarketing: Mitarbeiter von Daimler chatten in Gruppenchats mit Interessenten. Ein hautnahes Erlebnis der Arbeitswelt bei Daimler kann somit fast nicht mehr getoppt werden. Sind damit auch Plattformen wie Kununu überflüssig? Passend auch die Idee von Facebook ein neues Feature Namens "Social Jobs Partnership" herauszubringen. Diese neue Job-App macht Xing, LinkedIn und allen weiteren Jobportalen Konkurrenz. Der Vorteil für uns User ist, dass wir nun auf nur einer Plattform aktiv sein müssen. Keine Vermischung mehr von x-fachen Karriereplattformen, privaten Netzwerken und unterschiedlichen Jobbörsen auf denen man sich jedes Mal neu registrieren muss. Ich könnte jetzt fast schreien „Juhu – endlich! Meine unterschiedlichen Passwörter vergesse ich eh andauernd“. Andererseits würde somit die Trennung zwischen Privat und Berufsleben noch weiter wegfallen. Wollen wir das überhaupt? Die neue Facebook-App ist zurzeit aber nur auf die USA beschränkt. Ich bin gespannt wie lange es noch dauern wird, bis wir diese auch hier einsetzen werden und ob die WhatsApp sich nicht nur bei der Berufsberatung und Daimler, sondern auch bei uns etablieren wird?! In diesem Sinne… „Happy WhatsApping & Facebooking“ :-) Bildquelle: © Robert Kneschke

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