Sprechen Sie HR?

Damit wir uns im Jahr 2017 (noch) besser verstehen.

Menschen, die aneinander vorbei reden, sind immer wieder willkommenes Objekt für Scherze. Schon allein die Verwechslung von „nach“ und „zu“ oder – für den Rheinländer - „mir“ und „mich“ oder auch Dialekt, Fremdworte oder -sprachen sind im Fehlgebrauch wahre Stimmungskanonen. 

Damit wir uns im Jahr 2017 weiterhin perfekt verstehen, hier (m)ein Glossar der HR-Trend-Worte. Es sind die Begriffe, die wir vermutlich nächstes Jahr öfter hören werden. Wie schon in unserem 2015er-Trendgewitter natürlich wieder alles total tendenziös und ohne Gewähr.

Agilität

Heute hier, morgen dort

Der Begriff „Agilität“ wurde ursprünglich im Kontext der Softwareentwicklung populär und Britta Redmann hat aus dem agilen Manifest eine gute Definition abgeleitet: „Agilität ist die Fähigkeit eines Unternehmens bzw. einer Organisation, Veränderungen in der (Unternehmens-) Umwelt wahrzunehmen, sich schnell und flexibel auf diese Veränderungen einzustellen, Chancen, Potenziale und auch Risiken zu erkennen und eigene Handlungen immer wieder daran auszurichten. Dabei ist ein wesentlicher Aspekt, ständig aus den eigenen Erfahrungen zu lernen und zukunftsorientiert zu handeln.“

Collaboration


Niemand ist eine Insel

Collaboration bezeichnet die vernetzte Zusammenarbeit in Organisationen, Netzwerken und Teams. Um Entscheidungen schnell, fundiert und eigenverantwortlich treffen zu können, werden Wissen und Informationen jederzeit und überall geteilt. Wichtig ist für VEDA, dass Collaboration kein Selbstzweck sein kann, keine Insel, sondern Zusammenarbeit sinnvoll bündeln muss. Deshalb ist VEDA Horizon eine kollaborative HR-Software, die eine Plattform für die unternehmensweite Zusammenarbeit aller Rollen, Funktionen und Aufgaben im Kontext HR bietet.

Crowdworking


Schwarmintelligenz / Schwarmdummheit

Wir werden Arbeit künftig anders verteilen, weniger nach Stellenbeschreibung, mehr nach Kompetenzen und Potenzial. Manche sagen auch, nach Lust und Laune. Wer eine Sache kann, macht sie, wer auf ein Projekt Lust hat, nimmt es sich. Da kommen Plattformen gerade recht, auf denen potenziell Arbeitswütige sich Aufgaben „abgreifen“. Diesem Crowd-Sourcing kann man viele positive Aspekte abgewinnen, muss sich aber sicherlich auch fragen, ob diese Flexibilität nicht zu Lasten von Sicherheit und Bindung geht, vor allem dann, wenn alle nur noch befristet in Projekten arbeiten.

Disruption


Einfach alles kaputt machen

Disruption zerschlägt ein bestehendes Geschäftsmodell oder einen kompletten Markt. Der Begriff leitet sich von dem englischen „to disrupt“ („zerstören“, „unterbrechen“) ab und beschreibt einen Vorgang, der heute vor allem mit der digitalen Transformation in Zusammenhang gebracht wird: Bestehende traditionelle Geschäftsmodelle, Produkte, Technologien oder Dienstleistungen werden von digitalen Angeboten vollständig verdrängt. Abgrenzend zur Innovation ist Disruption quasi eine Richtungsänderung, während Innovation eine Weiterentwicklung in dieselbe Richtung beschreibt.

Feel-Good-Management


Noch ein Zitronenküchlein?

Feel-Good-Manager ist mein aktueller Lieblings-Job. Die Mischung aus „guter Seele“ und Gesundheits- und Office-Manager kann zum treibenden Faktor in solchen Unternehmen werden, die New Work leben wollen. Feel-Good ist deutlich mehr als nur gute Laune machen – es ist ein Zeichen von Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern, die sich schließlich jeden Tag viele Stunden um das Wohlergehen ihres Arbeitgebers kümmern.

Holokratie (Holacracy)

Hallo Marketing, hallo Scrum-Master

Holacracy ersetzt traditionelle Management-Hierarchien durch sich selbst organisierende Teams. Holacracy basiert auf dem Ansatz, dass Stellenbeschreibungen wegfallen und es nur noch Rollen (Scrum-Master, Content Stratege, Chief Digital Officer etc.) in der Organisation gibt. Vorteile sind Transparenz, höhere Eigenverantwortung und ein angeblich sinkender, zentraler Koordinationsaufwand. Der Nachteil zeigt sich in der aufwändigen Umsetzung (ein bisschen Holacracy geht nicht) und im Detail. Wenn alles nur noch Selbstmanagement und Selbstorganisation ist – wer entscheidet z.B. darüber, das Projekt „Holacracy“ zu stoppen?

HR Analytics


Hebe die Daten und nutze sie

Personalcontrolling war, HR Analytics wird sein. Das ist jetzt kein Abgesang an das gute alte Controlling, sondern betrifft die Aussagerichtung der Analysen: Controlling ist rückwärtsgewandt, Analytics lässt uns auf Basis von Datenanalysen Zukunftsszenarien zeichnen. Voraussetzung ist ein aussagekräftiger Datenbestand und eine Software, die Daten intelligent aufbereitet und zur Verfügung stellt. Big Data, Business Intelligence (BI) … - die Begriffe meinen dasselbe: Daten sammeln, aufbereiten und nutzergerecht zur Verfügung stellen ist die gemeinsame Aufgabe. So formuliert, ist HR Analytics keine Raketenwissenschaft mehr.

Zufriedenheit

Am Ende bleibt …

… das erklärungswürdigste Fremdwort – Zufriedenheit. New Work und Zufriedenheit werden oft gleich gesetzt, aber ist das wirklich des Pudels Kern? Zufriedenheit am Arbeitsplatz fängt bei den ganz einfachen Dingen an (denken wir an Maslow und seine Pyramide) – erst wenn ich es warm, hell und funktional habe, kann ich darüber nachdenken, ob meine Aufgaben mich erfüllen. So ist der Arbeitsplatz 4.0, wie es die Wiwo treffend und anhand von Studien erläutert weniger von Sinnfragen geprägt,  als vielmehr vom einfachen Wunsch „Oh bitte Universum, lass mich doch diese Datei öffnen, ohne dass der Rechner sich wieder aufhängt. Danke.“ Ich wünsche Ihnen, dass sich (zumindest) dieser Wunsch für Sie in 2017 immer erfüllt und alle weiteren Wünsche auch. Und wenn Sie noch Ergänzungen zu diesem kleinen Lexikon haben – hier unter dem Blog finden Sie viel Platz für Kommentare. Ich freue mich darauf.

Frohe Weihnachten!

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