St. Petersburg, du wunderschöne Stadt

Annickas Auslandstagebuch Teil II

20140510_155511_Moskau_bea Im Rahmen meines dualen Studiums bei VEDA verbringe ich seit Anfang Februar mein Auslandssemester an der State Polytechnical University in St. Petersburg. Über erste Eindrücke hatte ich bereits hier berichtet. Mittlerweile bin ich schon über 3 Monate in Petersburg und fühle mich unglaublich wohl. Vor meiner Anreise hätte ich mir das nie vorstellen können. Denke ich heute an meine Rückkehr, bin ich eher traurig, dass es fast schon vorbei ist.

  Ausflug nach Moskau Vor ein paar Tagen war ich mit einer französischen Kommilitonin und meiner russischen Tutorin zum День Победы – Victory Day, dem Tag des Sieges in Moskau. Der Tag ist einer der wichtigsten gesetzlichen Feiertage in Russland, um an den Sieg über Deutschland im Zweiten Weltkrieg zu erinnern. Die russische Hauptstadt war an diesem Tag herausgeputzt, und die militärische Siegesparade am roten Platz machte jeden Russen sehr stolz. Für mich waren es gemischte Gefühle an diesem Tag. Ich habe mich gefragt, wie wir in Deutschland und in anderen europäischen Ländern diesen Tag „feiern“, oder besser gesagt gedenken. Gerade auch in der derzeit angespannten politischen Situation mache ich mir so meine Gedanken. Für Russland aber scheint an diesem Tag nichts unmöglich: Sogar das Wetter war perfekt. Mithilfe von Flugzeugen wurde Silberoxyd in die Wolken gestreut und somit waren Sonne und blauer Himmel garantiert. Moskau-Toweer_bea Ich war morgens um 5:30 Uhr mit dem Nachtzug in Moskau angekommen. Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl mitten in der Innenstadt vor dem Kreml zu stehen und kaum einen Menschen, oder Autos zu sehen. In der Millionenstadt war morgens alles ruhig und gelassen, und nur wenige Stunden später war die Stadt voll mit Menschen, die alle gespannt auf das „Spektakel“ des 09. Mai warten.   St. Petersburg, Du Schöne Als wir zwei Tage später wieder per Nachtzug in St. Petersburg ankamen, fühlte es sich wie zuhause an. Moskau ist eine unglaubliche Stadt, aber wirkt auf mich sehr groß und unübersichtlich – in der Metro kann man sich quasi nur verlaufen. Aber St. Petersburg ist für mich mittlerweile wie eine zweite Heimat. Kaum zu glauben ist auch, dass das Wetter in Russland dem Sommer gleich wird und schon besser als in Deutschland ist. Es ist wirklich nochmal ein anderes Leben in Russland, wenn der Sommer da ist. In der Nacht gehen die Brücken entlang der Neva hoch. Ein unglaublicher Moment die Stadt entlang des Flusses beleuchtet zu sehen, wenn die Brücken auf einmal hochfahren. Ich glaube jeder der diesen Moment live erlebt, kann nicht anders als sich in diesen Ort zu verlieben. ~2754378_MoskuaiIV_bea Ein paar weitere Highlights der letzten Tage waren für mich der Besuch des berühmten Marinski Theaters, bei dem Ballettstück Don Quijote, der Besuch der Ermitage und eine Bootstour auf den Kanälen von Spb und Neva. 20140216_164357_bea   Sender  und Empfänger - Die Missverständnisse des Uni-Lebens In der Universität gerate ich manchmal (in einer positiven Weise) an meine Grenzen was internationale Gruppenarbeiten angeht. Ich merke wirklich, wie unterschiedlich verschieden Nationen bei Teamarbeiten sein können. Sprachdefizite, unterschiedliche Kulturen und ein unterschiedliches Verständnis von Fristen lassen mich immer mehr kennenlernen, wie unterschiedlich Menschen die gleiche Nachricht auffassen können. Probleme zwischen Sender und Empfänger treten ständig auf. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, und es ist manchmal lustig zu sehen, wie deutsch ich selbst anscheinend bin. Die deutsche Pünktlichkeit und Ordentlichkeit ist bei allen bekannt und kostet mich so manch ironischen Kommentar. Zum Abschluss noch ein Statement von meinem Dozenten, das die Mentalität der Russen beschreibt: „Wenn ein Europäer eine Millionen Euro verdient ist sein nächster Gedankengang: Wie kann ich am besten die zweite Millionen verdienen? – Wenn jedoch ein Russe eine Millionen Euro verdient, ist sein nächster Gedankengang: Wie kann ich die Millionen am besten und schnellsten ausgeben?“ Diese Aussage hat mich zum Schmunzeln gebracht, und soweit ich es beurteilen kann, ist es ziemlich zutreffend. Was meinen Sie? Kennen Sie Russen und trifft dies zu? Bildquellen: © Annicka Pries    

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