Zu unwichtig um geführt zu werden?

Mitarbeiter auf dem Abstellgleis

Rostiger Oldtimer "Zu unwichtig um geführt zu werden" – vor einiger Zeit schnappte ich zufällig diese provokante Aussage auf, die mich seither nicht mehr loslässt. Was war damit gemeint? Eine Unmutsäußerung von Mitarbeitern, die sich einfach „nur“ zu wenig vom Management beachtet fühlen? Oder geht es um ein vermeintliches Tabu? Um Mitarbeiter, die z.B. aufgrund geänderter Rahmenbedingungen in der Organisation eigentlich nicht (mehr?) benötigt, aber trotzdem weiterhin beschäftigt werden?

Wie häufig kommt es in Organisationen vor, dass Mitarbeiter „nur noch“ verwaltet werden, und Führung nicht mehr als notwendig erachtet wird? Welche Motivation steckt aus Sicht einer Organisation dahinter? Nachfolgend zwei kurze, vollkommen divergente Beispiele aus dem echten Leben: Immer noch da? Wird ein Mitarbeiter als nicht mehr wertvoll für das Unternehmen angesehen oder ist dort in „Ungnade“ gefallen, so ist die Versetzung in ein anderes Arbeitsumfeld ein häufig eingesetztes Mittel der Wahl. Alternativ erhält der Mitarbeiter einfach keine Aufgaben mehr. Führungsarbeit wird nicht mehr geleistet. Man erhofft sich, dass der Mitarbeiter aus Langeweile und Frust selbst kündigt, und umgeht damit etwaige sonst fällige Abfindungszahlungen. Der Mitarbeiter als Inventar Ein ganz anderer Fall ist die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern aus sozial motivierten Gründen. Hiermit können z.B. Mitarbeiter gemeint sein, die auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile schwer vermittelbar sind. Die Organisation „trägt“ diese Mitarbeiter, so lange es wirtschaftlich möglich ist. Führung ist auf ein Minimum reduziert. Auch wenn ich diese Themen hier so locker zu „Papier“ bringe, sollte man nicht vergessen, dass sich hinter jedem Mitarbeiter auch immer ein Mensch verbirgt. Dass eine Organisation die Verantwortung für die Beschäftigung vieler Mitarbeiter übernimmt, und nicht immer jedem einzelnen gerecht werden kann, ist natürlich auch vollkommen klar. Es ist sicherlich nicht leicht zu beurteilen und zu entscheiden, wie man mit solchen „unsichtbaren“ Reserven von Mitarbeitern umgeht. Manchmal gäbe es sicherlich auch noch schlummernde Potenziale zu heben, die mit guter Führung ans Tageslicht gebracht werden, und so doch noch zu einer Win-Win-Situation führen können. Mögliches Ergebnis: Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen und das Unternehmen, dass auch „diese“ Mitarbeiter sinnvoll und gewinnbringend beschäftigt. Gibt es in Ihrem Unternehmen auch Mitarbeiter, die aufgrund von Umstrukturierung o.ä. scheinbar zu unwichtig sind, um geführt zu werden? Wie gehen Sie mit diesen um? Bildquelle: © Cmon - Fotolia.com

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