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Die Generationen der Arbeitswelt

Welche Generationen es gibt und wie Sie bei XYZ und Baby Boomern punkten können

Generationen Personalmanagement

Kennen Sie eigentlich Ihre Generation und wissen Sie, was sie ausmacht? Wir haben die Generationen der letzten 70 Jahre zusammengefasst und verraten Ihnen, was ihre Besonderheiten für die Arbeitswelt von heute bedeuten.

Definition Generation: Was bedeuten sie eigentlich?  

Per Definition ist eine Generation eine gesellschaftliche Gruppe von Menschen ungefähr gleichen Alters. Da sie in einem bestimmten Zeitraum geboren und zusammen aufgewachsen sind, besitzen sie eine ähnliche historische, kulturelle oder soziologische Prägung.

Und natürlich kann man das Verhalten einer ganzen Generation nicht so einfach über einen Kamm scheren – dennoch lohnt sich ein Blick darauf und auf die Besonderheiten, die HR-Abteilungen (mit einem kleinen Schmunzeln) beachten sollten. Los geht´s!

Welche Generationen gibt es?

  • Generation Z: 1997 bis 2012

  • Generation Y: 1981 bis 1996

  • Generation X: 1965 bis 1980

  • Babyboomer: 1946 bis 1964

Generation Z möchte Beruf und Privatleben trennen

Das World Wide Web, MP3-Player, SMS, Smartphones, Tablets und natürlich Social Media: Die zwischen 1997 und 2012 geborene Generation Z ist digital aufgewachsen und digital in allen Lebensbereichen aufgestellt. Somit handelt es sich bei ihnen ohne Frage um absolute „Digital Natives“.

Allerdings wird der Generation Z auch eine fehlende Bereitschaft nachgesagt, sich länger an ein Unternehmen zu binden. Es sei denn, die Sinnhaftigkeit der Arbeit steht im Vordergrund. Dazu hat diese Generation den Begriff der Work-Life-Balance nachhaltig geprägt, weshalb sie nach einer klaren Trennung von Beruf- und Privatleben strebt. Spätestens um 17 Uhr beginnt die Freizeit!

Generation Y: Alles hinterfragen, oder was?

Die Mitglieder der zwischen 1981 bis 1996 geborenen Generation Y werden auch als Millennials bezeichnet. Dabei wird das „Y“ im englischen wie das Wort „why“ für „warum“ ausgesprochen, was charakteristisch für ihre alles hinterfragende Herangehensweise steht. Rein statistisch beurteilt, ist die Generation Y gut ausgebildet, technikaffin und am liebsten arbeitet sie im Team. Flache Hierarchien sind ihr genauso wichtig.

Eine Besonderheit der Generation Y liegt für Arbeitgeber darin, dass sie alternative Perspektiven, Prioritäten und Lebensentwürfe mit ins Unternehmen bringt. Flexibilität und Selbstverwirklichung werden großgeschrieben. Dazu weiß diese Generation um ihren eigenen Wert auf dem Arbeitsmarkt, weshalb es bei hart umkämpften Fachkräften besondere Angebote braucht.

Generation X arbeitet, um zu leben

Bereits Mitte der 50er Jahre tauchte der Begriff Generation X in einer Dokumentation über junge Leute nach dem zweiten Weltkrieg auf. Allerdings verdiente sich erst die ab 1965 geborene Generation diesen Namen. Es handelt sich um die erste ohne Kriegseinwirkung aufgewachsene Generation, die dennoch für die ökonomischen und ökologischen Folgen des zweiten Weltkriegs büßen musste. Ihre „Lessness“-Prestige und „No Future“-Attitüde prägen die Generation X, die frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ lebt.

Die Generation X steht längst mit beiden Beinen fest im Berufsleben. Dabei weiß sie, was sie kann. Und dabei geht es den Mitgliedern vielmehr um das berufliche Vorankommen, als um die Erfüllung im Job. Oder anders gesagt: Die Generation X lebt nicht, um zu arbeiten, sondern sie arbeitet, um zu leben. Dabei ist ihr ihre Eigenständigkeit besonders wichtig.

Babyboomer gelten als Macher in der Arbeitswelt

Sie haben nicht zu wenig Kinder, sondern sind selbst eines von vielen – zumindest laut Statistik: Nach dem zweiten Weltkrieg gab es sowohl unter Gewinner- und Verliererstaaten den Baby-Boom, weshalb diese Generation so genannt wird. In Deutschland begann die hohe Geburtenrate allerdings erst Mitte der 50er Jahre. Das Ende der Generation brachte der Pillenknick – die Einführung der Antibabypille, was jedoch heute von vielen Theoretikern heiß diskutiert wird. Ein einfacher Trend zu weniger Kindern scheint eher der Grund zu sein. Nach Soziologen handelt es sich bei den Babyboomern um eine glückliche Generation mit dem Lebensmotto „Leben und leben lassen“.

Viele Babyboomer genießen heute schon in ihre Rente. Und die haben sie sich auch verdient: Da es nach dem Krieg so einiges aufzubauen gab, gelten die Mitglieder dieser Generation generell als Macher und Anpacker.  Dazu kommen die Erfahrung des Wirtschaftswunders und des gesellschaftlichen Wandels, der von den Babyboomern vorangetrieben wurde. Und ach ja: Natürlich gehören sie allein wegen ihres Alters zu den erfahrensten Kollegen und Kolleginnen im Unternehmen.

Generationenmanagement in Unternehmen: Was kommt nach Z?

Wie wird die Generation heißen, in der die Kinder der Generation Y landen? Ganz klar, nach Z kommt … A. Nicht etwa wegen Apple, sondern wegen Alpha.

Kein Witz: Zukunftsforscher haben sich für den Namen Generation Alpha ausgesprochen. Es handelt sich um die erste Generation, die schon als Babies und Kleinkinder ganz selbstverständlich mit Smartphones umgehen und deren Eltern auch aktive Smartphone und Social Media-Nutzer sind. Online und digital werden sie noch effizienter verknüpft sein als die Generationen vor ihnen.

Was das für das zukünftige Generationenmanagement in Unternehmen bedeutet, lässt sich nur erahnen. Zumindest sollten sich Arbeitgeber und auch das Personalmanagement möglichst digital aufstellen, um für die Generation Alpha attraktiv zu bleiben.

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